Rasenfunk Royal zu Mainz 05 (Presselinks)

kostemer, Montag, 31.05.2021, 22:54 (vor 21 Tagen) @ haadruffwienix

Was ich nicht verstehe ist, dass sich so darüber aufgeregt wird dass offensichtlich versucht wird einen inklusiven Weg zu finden wie man alle die gemeint sind anzusprechen. Dass der Stern vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist - okay ich denke darüber kann man sprechen. Aber dass es mehr Leute anspricht als das generische Maskulinum sollte auch klar sein.

Nur mal generell, ich kann es schon verstehen wieso sich das „Gendern“ auf den ersten Blick komisch liest (wobei man sich daran schon auch gewöhnt). Ich habe auch länger damit gehadert, aber ich finde dennoch dass das Ziel, nämlich mit der Sprache so viele Menschen wie möglich anzusprechen, es durchaus wert ist auch mal aus der Comfort Zone herauszugehen.

Reden wir z.B. über Fußballer denkt jeder erst mal nur an die Männer, dabei gibt’s da auch Fußballerinnen und ziemlich sicher auch Fußball spielende Menschen mit anderem Geschlecht. Fußballer*innen versucht alle anzusprechen. Und zwar ohne zusätzliche Klarstellung. Warum sollte das schlecht sein? Nur weil es sich komisch liest? Übrigens halte ich die Alternative „Fußballer, Fußballerinnen und Fußball spielende Menschen anderen Geschlechts“ für unleserlicher als Fußballer*innen. Aber das ist wahrscheinlich sehr subjektiv. Sollten sich andere Regeln finden, nach denen sich besser les-/sprechbare Wörter finden lassen - umso besser.

Im Übrigen empfinde ich es weniger als aufzwingen, mehr als „einfach benutzen“ weil man es für korrekt hält, so wie Mara das macht. In meiner „Bubble“ wird das so praktiziert und damit fährt man i.d.R. ganz gut. Eins ist denke ich klar: Etwas grundsätzlich nicht zu lesen nur weil gegendert wird oder weil nicht gegendert wird ist irgendwo auch kindisch.


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