Wenn du denkst ganz unten zu sein.... (Rund um Fußball)

Captain Spaulding, Mittwoch, 02.10.2019, 08:19 (vor 71 Tagen) @ MPO

Ja, da ist so viel Zündstoff drin. Aber es ist auch schwer zu beurteilen, wer von denen eigentlich Kompetenz hat. Fangen wir mal an:

Investor Flavio Becca - Zweifelhafter Ruf, den haben aber die meisten Investoren. Auch und gerade aus Luxemburg. Schwer zu sagen, ob er sich nur bereichern will (dass er das will, ist logisch) oder auch die Ahnung hat, wie man das macht (Vergleiche: Red Bull Investorenvorgehen - Kompetenz einkaufen, stützen, fördern). Bislang scheint mir noch nicht viel von dem gekommen zu sein. Keine Struktur und nicht mal wirklich Geld.

Sportdirektor Martin Bader - Erfahren, zweifelsohne. Hat bei Nürnberg durchaus gute Dienste verrichtet, finanziell aber immer etwas halbseiden. Sucht die Nähe der Fans, vor allem auch Ultras, was aber nicht immer die beste Idee ist. Kompetenz schwer zu beurteilen. Halte ihn für "ok".

Die Trainer - Hildmann zuvor, Schommers jetzt. Beides eher unbeschriebene Blätter. Auf dem Platz kommt nicht wahnsinnig viel rüber. Vermutlich solide Arbeiter, der FCK bräuchte aber wohl Trainer, die nicht nur verwalten und DFB-Lehrbuch spielen, sondern ala Klopp, Tuchel, Rangnick & Co. klare Konzepte und Ideen verfolgen und aus wenig mehr machen. Dieser Trainertyp ist schwer zu finden, Hildmann und Schommers strahlen das aber auch wirklich nicht aus (eher große Biederkeit).

Die Mannschaft - Hat durchaus Potential, aber keine Struktur. Wie auch, die Wechselrate ist hoch und der FCK ist auch trotz des Namens kein Klub, der reich ist. Es kommt also auch nicht mehr jeder.

Die Fans - Anspruch und Wirklichkeit. Der FCK braucht Zeit und Geduld, um sich zu erholen. Die Mannschaft wird permanent auf links gedreht durch notwendige Verkäufe. Der Anhang will aber jetzt direkt oben mitspielen und aufsteigen. Dadurch werden Rückschläge massiv überdramatisiert, durchschnittliche Leistung schlechtgeredet.


Was der FCK bräuchte, wäre jemand wie Jürgen Klopp. Jemand wie der wäre der einzige, der das reparieren kann: Eine Trainerlichtgestalt, die alle mitnimmt, der alle motiviert, vom Fan über Spieler zum Vorstand - selbst den Investor. Und der fachlich auf dem Platz innovativ und mutig ist. Gibt es nicht.

Alternativ bräuchten die einen Investor wie Red Bull, der mit klarem Plan und viel Geld Kompetenz einkauft und machen lässt. Kann ich mir wegen den Fans und wegen der Lage nicht vorstellen.

Fazit: Der langsame (?) Tod des FCK geht weiter.


Da bin ich bei so ziemlich allen Punkten bei dir, außer beim Fazit: Sollte der Abstieg tatsächlich gelingen, wäre der Tod des traditionellsten aller Traditionsvereine vermutlich ein sehr schneller...weil siehe oben: Investor Flavio Becca

Ein Investor, der in einen Drittligisten investiert (hat), und der dann abgestiegen ist, der wird den Verein Fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Never catch a falling knife.

Selbst wenn der Klassenerhalt geschafft werden sollte, sind es 2 (dieses und nächstes) verlorene Jahre für den Investor...der selbst bei einem Aufstieg im nächsten Jahr, dann im übernächsten Jahr in der 2. Liga sicher auch kein dickes Plus erwirtschaften wird...somit ist absehbar, dass man mit dem F(u)CK dauerhaft, also mindestens für 4 Jahre keine lukrativen Geschäfte erzielen wird.

Am End wird sich vielleicht meine Prognose bewahrheiten und Becca wird alles platt machen und neue Wohnung bauen - die upper class freut sich- denn nur so wären Investitionen für einen Milliardeninvestor wie Becca tatsächlich lukrativ.


Vom Regen in die Traufe, nach Beck kommt Becca :)


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