Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens (Presselinks)

Alsodoch @, Berlin / Mainz - Kastel, Montag, 01.04.2019, 14:53 (vor 140 Tagen)

Der 1. FSV Mainz 05 könnte der nächste Bundesligaklub sein, der sich nach Werder Bremen an den Polizei-Mehrkosten bei Hochrisikospielen beteiligen muss. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Forderung des Bremer Senats, dessen Gebühr vom Bundesverwaltungsgericht für grundsätzlich rechtmäßig erklärt wurde. Pro Hochrisikospiel geht es um mindestens 120.000 Euro.

Mehr:

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SC Rapide Wedding 1893 e. V.
https://unerhoertundauserlesen.wordpress.com

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

giallorossi, Montag, 01.04.2019, 14:56 (vor 140 Tagen) @ Alsodoch

Ich bin gespannt, wann der erste Verein bei Risikospielen freiwillig auf Zuschauer verzichtet, um die Kosten zu sparen. Es ist eine einfache Rechnung, wenn die Ausgaben für ein Heimspiel inkl. Risikozuschlag die Einnahmen übersteigen, spielt man halt ohne Zuschauer.

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

fliesentischler, Montag, 01.04.2019, 16:16 (vor 140 Tagen) @ giallorossi

Oder Kosten auf die Tickets umlegen? Zusätzlich zum Top-Zuschlag gibt's dann Risikospiel-Zuschlag.

Wäre jetzt nicht meine bevorzugte Wahl.

Cleverer wäre es vermutlich mit den Fans zusammen auszutüfteln, dass es weniger Risikospiele gibt. Pro Risikospiel weniger, dann +60.000 Euro in Fanprojekte.

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

Weizen05, Montag, 01.04.2019, 16:55 (vor 140 Tagen) @ fliesentischler

Oder Kosten auf die Tickets umlegen? Zusätzlich zum Top-Zuschlag gibt's dann Risikospiel-Zuschlag.

Wäre jetzt nicht meine bevorzugte Wahl.

Das ist schon deshalb blödsinnig, weil man das nicht auf die Dauerkarten umlegen könnte, weil sich zumindest theoretisch erst Wochen vorher entscheidet, ob ein Risikospiel ein Risikospiel ist oder nicht. Der Schuldner ist auch nicht der Heimverein, sondern die Liga/DFL, im Fall der Dritten Liga der DFB.


Cleverer wäre es vermutlich mit den Fans zusammen auszutüfteln, dass es weniger Risikospiele gibt. Pro Risikospiel weniger, dann +60.000 Euro in Fanprojekte.

Fanprojekte sind ja auch genau dafür da, kurzfristig mal den Arsch hinzuhalten, damit irgendein Innenminister mal reintreten kann. Genau des!.

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Wir sind schon auf dem Brenner, und wir brennen schon darauf.

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

undichsachnoch, Montag, 01.04.2019, 15:16 (vor 140 Tagen) @ Alsodoch

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?

Aus dem Kicker, letzter Absatz:
"Kaiserslautern bleibt wohl zunächst verschont

Für Mainz 05 geht es pro Saison um eine Summe von mehreren hunderttausend Euro, während der 1. FC Kaiserslautern zumindest wohl zunächst verschont bliebe. Denn bisher gibt es keine Bestrebung, unterhalb der 2. Liga solche Gebühren aufzurufen. Außerdem betonte der Vorsitzende Richter des Bundesverwaltungsgerichts, Dr. Wolfgang Bier, in der Erläuterung zum Urteil, dass die Gebühr in Relation zu den Einnahmen stehen muss: "Besteht diese Relation nicht, mag es geboten sein, den Gebührentatbestand verfassungskonform einzuschränken. Da der vorliegende Fall nur die Bundesliga und nicht etwa die 3. oder 4. Liga betrifft, gibt es aber keinen Anlass, das zu vertiefen." "

Nachtrag: Deren Zuschauerschnitt liegt momentan bei ca. 21.000.
Soviel dazu was die Relation von Einnahmen und Gebühr betreffen könnte!

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

strombergbernd, Montag, 01.04.2019, 15:30 (vor 140 Tagen) @ undichsachnoch

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?

Aus dem Kicker, letzter Absatz:
"Kaiserslautern bleibt wohl zunächst verschont


Ansonsten können die aus der Südwestpfalz gleich das nächste Crowdfunding machen, für die Hochrisikospiele...

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"Wir wissen nicht genau, wo dieser Pfad hinführt, und ich glaube, es ist uns auch egal." (Bob Ross)

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

Weizen05, Montag, 01.04.2019, 15:43 (vor 140 Tagen) @ undichsachnoch

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?

Nein, erstens, weil der Schuldner die Liga als Veranstalter ist und nicht der einzelne Verein, und zweitens, weil das Kriterium der Zumutbarkeit auch im Bremer "Modell", das der BGH im Groben bestätigt hat, schon vorgesehen war.

Wenn man also bei Drittligaspielen kassieren wollte, müsste man sich statt an die DFL an den DFB wenden, und das will man nicht, und dafür kann man wahrscheinlich sogar gute Gründe angeben.

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MSGA, Montag, 01.04.2019, 17:03 (vor 140 Tagen) @ Weizen05

Also grundsätzlich bin ich auch dafür, dass diese Kosten
nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden sollen.

Allerdings sollte meiner Meinung nach die DFL als "Veranstalter"
diese Kosten tragen ggf. über einen Solidarfonds, der aus den TV-Geldern
gespeist wird!!

Die DFL und der DFB raffen sich die Taschen voll und die Vereine müssen
wieder zahlen. :dagegen:

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

dadum, Montag, 01.04.2019, 20:57 (vor 140 Tagen) @ MSGA

Also grundsätzlich bin ich auch dafür, dass diese Kosten
nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden sollen.

Ich finde es hochinteressant, wie das dann in Praxis aussehen soll.

Wer entscheidet, was ein Risikospiel ist?

Wer gehört denn zu dem zu schützenden/bewachenden/wasauchimmer Umfeld eines Fußballspiels? Nur die zahlenden Zuschauer? Auch die Kneipenbesucher? Sonst wer?

Nur danach lässt sich ja die Größe eines Polizeieinsatzes bemessen.


Und: Die Idee der Polizeiaufgebote ist ja theoretisch erst mal eine präventive. Was ist denn mit zusätzlicher Polizei z.B. an Fastnacht? Zahlt das der MCV?

Ich bin wirklich der Letzte, der nicht meint, dass da genug Geldunterwegs wäre, aber rein rechtsstaatlich halte ich das für durchaus fragwürdig...

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

strombergbernd, Dienstag, 02.04.2019, 09:46 (vor 139 Tagen) @ dadum

Ich finde es hochinteressant, wie das dann in Praxis aussehen soll.

Wer entscheidet, was ein Risikospiel ist?

Wer gehört denn zu dem zu schützenden/bewachenden/wasauchimmer Umfeld eines Fußballspiels? Nur die zahlenden Zuschauer? Auch die Kneipenbesucher? Sonst wer?

Nur danach lässt sich ja die Größe eines Polizeieinsatzes bemessen.


Und: Die Idee der Polizeiaufgebote ist ja theoretisch erst mal eine präventive. Was ist denn mit zusätzlicher Polizei z.B. an Fastnacht? Zahlt das der MCV?

Ich bin wirklich der Letzte, der nicht meint, dass da genug Geldunterwegs wäre, aber rein rechtsstaatlich halte ich das für durchaus fragwürdig...

Am Anfang habe ich auch gedacht, da ist so viel Geld in der Branche unterwegs. Da können und sollen sich die Vereine an den Mehrkosten beteiligen. Aber nach den Argumenten der Gegner, stelle ich mir auch deine Fragen.

Wo macht man die Grenze örtlich? Muss der Verein oder die DFL zahlen, wenn die Polizei in irgendwelchen Kneipen in der Altstadt für Ordnung sorgen muss, weil da Leute randalieren? Was ist mit anderen Großveranstaltungen? Was ist mit Volksfesten? Rund um Fassenachtsumzügen muss man ja mittlerweile auch mit Gewalt und Randale rechnen?

Alles nicht so einfach, da rechtlich eindeutige Regelungen zu finden.

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Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

undichsachnoch, Montag, 01.04.2019, 19:35 (vor 140 Tagen) @ Weizen05

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?


Nein, erstens, weil der Schuldner die Liga als Veranstalter ist und nicht der einzelne Verein, und zweitens, weil das Kriterium der Zumutbarkeit auch im Bremer "Modell", das der BGH im Groben bestätigt hat, schon vorgesehen war.

Wenn man also bei Drittligaspielen kassieren wollte, müsste man sich statt an die DFL an den DFB wenden, und das will man nicht, und dafür kann man wahrscheinlich sogar gute Gründe angeben.


Das mit der DFL und dem DFB hatte ich nicht bedacht. Danke Weizen05!

Fühlt sich aber trotzdem irgendwie ungerecht an!

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

eberennterwiederlos @, Dienstag, 02.04.2019, 08:51 (vor 139 Tagen) @ Weizen05

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?


Nein, erstens, weil der Schuldner die Liga als Veranstalter ist und nicht der einzelne Verein...

Vor dem Hintergrund verstehe ich dann diese Aussage aus Bremen nicht:
"Denn angesichts des Aspekts, dass Werder wohl Polizeikosten bei Hochrisikospielen mittragen muss, wird der Verein zu Sparmaßnahmen gezwungen. "Man muss sehen, ob wir vielleicht mit Max Kruse nicht verlängern, damit wir diese Kosten bezahlen können“, sagte Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald im "NDR-Sportclub""

Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens

Weizen05, Dienstag, 02.04.2019, 14:03 (vor 139 Tagen) @ eberennterwiederlos

Übrigens werden in dem Artikel auch die Bauern aus der Westpfalz erwähnt.
Die sollen wohl eher nix zahlen, weil 3. Liga.
Eigenartiges Rechtsverständnis.
Ich finde wenn schon, denn schon.
Könnte da vllt. ein bestimmter Verein seitens der Landesregierung bevorzugt werden?


Nein, erstens, weil der Schuldner die Liga als Veranstalter ist und nicht der einzelne Verein...


Vor dem Hintergrund verstehe ich dann diese Aussage aus Bremen nicht:
"Denn angesichts des Aspekts, dass Werder wohl Polizeikosten bei Hochrisikospielen mittragen muss, wird der Verein zu Sparmaßnahmen gezwungen. "Man muss sehen, ob wir vielleicht mit Max Kruse nicht verlängern, damit wir diese Kosten bezahlen können“, sagte Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald im "NDR-Sportclub""

Es gibt da auch nichts zu verstehen; es ist reine Polemik. Das Verfahren ist ja nicht mal abgeschlossen, sondern an die Bremische Justiz zurückverwiesen. Bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, kann das noch eine Weile dauern. Bis dahin ist Kruse in China oder arthritisch. Oder beides.

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Serabi, Montag, 01.04.2019, 21:58 (vor 140 Tagen) @ Alsodoch

Der 1. FSV Mainz 05 könnte der nächste Bundesligaklub sein, der sich nach Werder Bremen an den Polizei-Mehrkosten bei Hochrisikospielen beteiligen muss.

Hmm... mein erster Gedanke dazu ist, dass in Deutschland die Staatsgewalt vom Volke ausgeht und dieses daher auch die Kosten dafür tragen muss.

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