Der gesamte Profifußball hat mit fairem Wettbewerb nichts zu tun. Adidas, Telekom und Allianz halten Anteile am FCBayern. Augsburg und Hoffenheim mit Mäzenen, RB, WOB und Leverkusen mit Konzernen. Dortmund an der Börse, SGE u.a. Hans-Nolte-Familienstiftung, Steubing AG. Überall sind finanzielle Mittel drin, die nicht originär aus dem Fußball kommen. Da ist doch seit Jahren schon kein Wettbewerb unter gleichen Rahmenbedingungen.
Naja, da sind aber sehr unterschiedliche Summen jeweils im Spiel. Nimm mal Hoffenheim und Augsburg.
Hoffenheim sind über viele Jahre ca 400 Millionen von Hopp geflossen, bei Seinsch waren es ca 50 Millionen. Hoffenheim ongoing (wobei sie derzeit operativ sogar dank europäischer Einnahmen und Spielertransfers mal operativ eine schwarze 0 schaffen könnten), Augsburg blieb seit der Insolvenzvermeidung und dem Stadionausbau ohne neue frische Gelder.
Dann kann man auch argumentieren, warum sollen Kommunen, also Steuerzahler, ins Risiko gehen und Arenen finanzieren, die am Ende Millionengräber werden, hallo Kaiserslautern.
Da kann sich doch ein Alemannia Aachen Fan hinstellen und selbst uns als Nutznießer politischer Gunst darstellen (auch wenn der Verein die städtischen Investitionen zurück zahlen musste). Die mussten ihr Stadion komplett selbst finanzieren und haben sich übernommen, sind durch Abstiege krachend gescheitert, dann in die Insolvenz gegangen und haben daran bis heute zu knabbern.
Und durch Unwuchten in TV Einnahmen, Marketing, Werbeerlöse usw. muss sich doch niemand wundern, warum die Liga sportlich an Reiz verliert. Das Spannende ist dann nur, wenn ein "Projekt" wie der VFL Wolfsburg trotz Konzernsubventionen, doppelt so hohem Etat wie unserer, dank Inkompetenz heftig abschmiert. Oder Hertha mal so eben 100 Windhorst- Millionen versenkt und trotz großer Fanbase den Weg zurück nicht mehr findet und von Union abgehängt wird. Wenn Bayern alle zehn Jahre einmal nicht Meister wird, ist das doch kein Meisterschaftsrennen mehr.