Kicker: "Rot-Spiele" kosten 120.000 Euro - mindestens (Presselinks)

strombergbernd, Dienstag, 02.04.2019, 09:46 (vor 139 Tagen) @ dadum

Ich finde es hochinteressant, wie das dann in Praxis aussehen soll.

Wer entscheidet, was ein Risikospiel ist?

Wer gehört denn zu dem zu schützenden/bewachenden/wasauchimmer Umfeld eines Fußballspiels? Nur die zahlenden Zuschauer? Auch die Kneipenbesucher? Sonst wer?

Nur danach lässt sich ja die Größe eines Polizeieinsatzes bemessen.


Und: Die Idee der Polizeiaufgebote ist ja theoretisch erst mal eine präventive. Was ist denn mit zusätzlicher Polizei z.B. an Fastnacht? Zahlt das der MCV?

Ich bin wirklich der Letzte, der nicht meint, dass da genug Geldunterwegs wäre, aber rein rechtsstaatlich halte ich das für durchaus fragwürdig...

Am Anfang habe ich auch gedacht, da ist so viel Geld in der Branche unterwegs. Da können und sollen sich die Vereine an den Mehrkosten beteiligen. Aber nach den Argumenten der Gegner, stelle ich mir auch deine Fragen.

Wo macht man die Grenze örtlich? Muss der Verein oder die DFL zahlen, wenn die Polizei in irgendwelchen Kneipen in der Altstadt für Ordnung sorgen muss, weil da Leute randalieren? Was ist mit anderen Großveranstaltungen? Was ist mit Volksfesten? Rund um Fassenachtsumzügen muss man ja mittlerweile auch mit Gewalt und Randale rechnen?

Alles nicht so einfach, da rechtlich eindeutige Regelungen zu finden.

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