Gehört Politik wirklich nicht in den Fußball? (Alles außer Fußball)
Wir alle sind mit sehr wenigen Ausnahmen, wenn überhaupt, politische Menschen. Im Sport sollte das aber keine Rolle spielen. Sport sollte verbinden und politische Haltung tut es sehr oft eher nicht. Mein Alltag ist durchtränkt von Politik, ob ich an der Tanke bin oder einkaufen gehe.
Überall hat man mit politischen Entscheidungen zu tun. Wenn ich im Stadion bin, würde ich mich gerne "offline" schalten und diese paar Stunden abschalten.
Geht mir auch so.
Was mich als damals jungen Studenten (90er) in der Kurve fasziniert hat, war, dass ich dort neben dem Uni Professor, dem OB, dem Kuttenalki und sonstigen schrägen Gestalten gemeinsam jubeln konnte. Der Fußball hat da was sehr Verbindendes.
Damals waren die politischen Fronten auch noch nicht so verhärtet. Das RCDS Mitglied wurde von den zahlreicheren Jusos zwar belächelt, aber halt nicht angefeindet.
Heute ist das ja ganz anders. Die Fronten sind dermaßen verhärtet, dass eine politische Positionierung über das Selbstverständliche hinaus (z.B. kein Rassismus oder Antisemitismus im Stadion) zwangsläufig nur zur Spaltung der Fans führen wird.
Leider sehe ich das aber in Mainz so kommen.