Relegation... (Rund um Fußball)
Auch wenn man seinerzeit (1997, insbesondere 2002, 2003) gern auf die Dramen verzichtet hätte, hat uns das alles sehr geformt, und unser Mainz 05 wäre nicht das, was es heute ist.
Wenn ich gefragt würde, welcher Nichtaufstieg von den dreien am schlimmsten war, kann ich es nicht sagen.
1997 war so hart, weil es das Ende eines Märchens war. Damals waren wir ja noch ein kleiner verranzter Zweitligist, der die (gefühlt) einmalige Chance des Lebens bekam, einfach nur mit einem einzigen Sieg bei den Wobblern aufzusteigen. Das war ein Märchen. Und ertrank mit 1000 Tränen auf der Wiese im VoPa.
2002 war so deprimierend. Es war ja so - wirklich - einfach. Wir brauchten ja nur einen einzigen beschissenen Punkt! Nur EINEN! Das sollte doch machbar sein. Gleichzeitig musste ja nur einer der beiden Konkurrenten patzen und nicht gewinnen. Es gab also nur eine einzige Konstellation von 27 möglichen, bei der wir nicht aufsteigen. Und schon vorher hatte ich so ein scheiß Gefühl und es kam so. Und es war deprimierend. Und dieser Hass der Berliner...
Und 2003. Da stehen wir während des Spiels mit zwei Beinen in der Bundesliga. Die Euphorie ist so groß! Die Frankfurter stehen bei ihrem 3:3 und werden in den letzten 8 Minuten niemals mehr drei Tore schießen. Und die lassen die so lange spielen, bis es reicht. Was für eine verdammte Sch*'%!!! Das war so brutal!
Also jeder Nichtaufstieg auf seine ganz eigene Art und Weise einzigartig beschissen.
Und wegen dieser drei Aktionen freue ich mich über Abstiege von Wob, Union und Frankfurt.
Da wir es am Ende aber geschafft haben (so maximal unwahrscheinlich damals), hat uns das - wie du schreibst - geprägt. Es hätte aber 2004 auch so unspektakulär schief gehen können.