Nullfünf international - alles z. Heimspiel gg.RC Straßbourg (Rund um Fußball)

Carlsche @, Friday, 10.04.2026, 10:48 (vor 40 Tagen) @ mainzzer

Eine großartige Europapokal-Nacht für die Geschichtsbücher!

Mir persönlich fiel es schwer etwas zu schreiben, da die Situation mit Hin- und Rückspiel so ungewohnt ist und der gestrige Sieg einfach nur ein Zwischenschritt ist. Deshalb und wegen weiterer Faktoren, die gleich kommen, gab es bei mir nicht die ganz große Euphorie.

Grundsätzlich wird eine Analyse nicht gerade begünstigt, da eigentlich alles schon nach anderen guten Spielen geschrieben wurde: Sano überragend, Nebel wieder da, Posch genial, Tietz unermüdlich ackernd und die Mitspieler besser machend, Weiper verbessert aber weiter unglücklich, Chancenwucher..etc.

Immerhin eine neue Erkenntnis zum Spiel: Widmer war für mich auffällig gut und am bissig nach vorne. Läuferisch sehr stark. Seinen wirbeligen Gegenspieler hatte er meist im Griff. Ganz viel Offensiv-Geschehen lief über wie Widmer-Seite. Die andere Seite dagegen war eher unauffällig.

Unerfreulich fand ich den Abschluss des Spiels. Grundsätzlich kein Vorwurf an Amindo. Ich mag es nicht, wenn Fußballer kleine Berührungen nutzen, um theatralisch zu fallen. Aber dadurch, dass er beim "Gerangel" mitgemacht hat, war klar, dass der Schiri dem Straßburger nicht Rot gibt, sondern beiden Gelb. Wäre er nach dem ersten Griff zum Hals (oder was es der Nacken) einfach weggegangen bzw. passiv geblieben, wäre es vielleicht anders gelaufen. Anderseits ließ der Schiri einiges laufen, wo ich mir eine Gelbe gwünscht hätte (zum Beispiel das extrem energische Wegschubsen von Kawasik durch einen Gegner in Zusammenhang mit einem Einwurf).
Insgesamt schienen die Straßburger gegen Ende sehr frustriert, schade, dass wir dies nicht besser ausnutzen konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass sie die Rudelbildung nutzen werden, um sich fürs Rückspiel zu motivieren.

Eine weitere Euphorie-Bremse waren Phasen der zweiten Hälfte, wo ich uns zu passiv fand. Und die Stammformation wirkte zum Teil nicht mehr so frisch. Zusätzlich hatten wir kaum noch Ballkontrolle und konnten uns nicht mehr aus der eigenen Hälfte befreien. Diese Phase inklusive der Chancen für den Gegner sollten Warnung fürs Rückspiel sein. Wir dürfen Straßburg nicht zu sehr ins Kombinieren kommen lassen.

Positiv fand ich die Einwechslungen. Nach dem Dreier-Wechsel gab es kurz Unsicherheiten (z.B. Verantschnig-Lupf-Pass-Versuch, der vom Gegenspieler abgefangen wurde) aber dann stabilisierte sich unser Spiel wieder und es gab nochmal Chancen.

Insgesamt eine gute Ausgangslage nach einem magischen Abend.


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