fall-el-ghazi bundesarbeitsgericht (Rund um Fußball)

peterrssen, Friday, 03.04.2026, 13:15 (vor 17 Tagen) @ Milestone-Mainz

Es ging bei allen Richtern am Ende ja nie direkt um die Sache, sondern um versäumte Fristen etc.

Das stimmt natürlich. Allerdings darf auch sehr stark bezweifelt werden, ob der der ursprüngliche Post für eine fristlose Kündigung ausgereicht hätte, da die Parole sehr verschieden interpretiert werden kann und wird.
Schaut man sich nämlich mal die gerichtlichen Entscheidungen an, so ist die Parole zumeist nur mit einem "erkennbaren Bezug zur Hamas" strafbar. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/From_the_River_to_the_Sea#Einzelne_Fälle)

Bei El Ghazis Post ging es aber nicht um die Hamas, sondern er beschreibt die Ungerechtigkeiten seitens Israels. Zusätzlich hat er noch vor der fristlosen Kündigung u. a. "I am against war and violance ... I am against the killing of all innocent civilians" gepostet und das auf keine bestimmte Gruppe bezogen.

Wenn man das alles zusammen nimmt, ist der rechtliche Weg (fristlose Kündigung + Berufungsverhandlungen etc.), der hier eingeschlagen wurde, schon sehr verwunderlich gewesen und fraglich, ob hier nicht eine einvernehmlichere Lösung möglich gewesen wäre.

"Klar, aber inhaltlich ist einem Verein mit einem jüdischen Gründer nichts vorzuwerfen."

Ich glaube niemand würde bestreiten, dass es viel Leid auf beiden Seiten gegeben hat und gibt. Hätte man sich das Instagram-Profil vorher angeschaut, wäre durchaus zu erkennen gewesen, welcher Seite er seine Aufmerksamkeit hauptsächlich schenkt. Wenn man findet, dass das nicht zu den Vereinswerten passt, hätte man ihn gar nicht erst verpflichten sollen.


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