Aus- und Weiterbildungsverein (Rund um Fußball)
Natuerlich liegt kurzfristig der Fokus auf dem Klassenerhalt aber das muesste man doch mal als Strukturfrage thematisieren
[...]
in der Gesamtheit hapert's irgendwo am Uebergang in die erste Mannschaft, und vielleicht auch beim Scouting. Langfristig ist das aber fuer uns mMn (ueber-) lebenswichtig
Nicht überbewerten.
Klassenerhalt und mittelfristig Richtung Tabellenmitte orientieren - nur darauf kommt es an. Wie man das erreicht, ist zweitrangig.
Ein NLZ gibt es, weil es sich wirtschaftlich rechnet. Das Abgeben von Talenten ist also eingeplant und gewollt - und kein Nachteil. Da man vom Verkauf abhängig ist, kann man auch keine Identifikationsfiguren heranzüchten oder halten (hallo Jonny!). Vermutlich ist auch gerade diese Perspektive für junge Spieler attraktiv.
Bei den deutschen Top-Mannschaften gibt es auch nicht so viele, die in der ersten Elf auf Eigengewächse setzen. Habe gerade einmal nachgesehen: Hoffenheim immerhin 2-3, die regelmäßig Einsätze bekommen, Leipzig, Stuttgart, Leverkusen je 0 bis 1. Dafür tummeln sich dort Spieler, die ihre Ausbildung in Berlin, München oder Dortmund gemacht haben.
Dass ein Ü30-Kader keine Zukunftsperspektive darstellt, ist klar.
Der Einkauf von Perspektivspielern ist bei uns allerdings oft schiefgegangen. Die Entwicklung von eigenen Talenten weniger.
Bei der U23 läuft's ganz gut, Talente mit Perspektive werden verliehen (Beispiel Nebel) oder mit Rückkaufoption (Bierschenk) abgegeben; für Ridle Baku, Gruda, Serdar und Burkardt gab es eine gute Ablösesumme.
Ist also wirtschaftlich eine gute Sache, die auch gut läuft - aber als lebenswichtig würde ich das nicht bezeichnen.
Mir ist kein Spieler aus der U23 bekannt, der sich in den letzten drei Jahren in den Vordergrund gespielt hätte OHNE die Chance bekommen zu haben, sich bei den Profis zu beweisen.