Bundeswehr Sponsor beim TSV Schott (Alles außer Fußball)

dadum, Tuesday, 04.06.2024, 22:30 (vor 20 Tagen) @ Richard

Aber wenn ich so einen Bullshit wie den von Schambes lese, dann kann man schon mal mit einer Überzeichnung antworten.


Nicht, dass ich Schambes verteidigen möchte...;-)

Aber was genau ist da jetzt der Bullshit? Er beschreibt eigentlich nur das, was die Menschen in der Ukraine jeden Tag erleben. Sowas mit "ja, ja der böse Iwan" zu verharmlosen zeugt schon von einer bemerkenswerten Empathielosigkeit.

Nur weil die vielen Putinversteher sich nicht vorstellen können, dass er sich noch weitere Länder (bei denen die BW dann u.U. ran müsste) einzuverleiben versucht, macht eine solche Aussage noch lange nicht zum "bullshit"!
Frag mal die Finnen, Balten, Georgier oder Polen! Aber die sind ja wahrscheinlich alle zu blöd, um die russische Friedfertigkeit zu erkennen.

Also pass mal auf:
Ich verharmlose hier gar nichts.
Und ich bin auch kein "Putinversteher".

So irre es klingt: Hier ist nicht die Ukraine und das wird so schnell auch nicht passieren.

Seit ich lebe, gab es immer irgendwo auf der Welt Kriege, in denen solche Dinge und ähnliche passiert sind. Teilweise sogar mit tatkräftiger Unterstützung deutscher Waffen.

Ich halte das was Schambes schrieb einfach für eine fast schon russophobe Aussage (deshalb der böse Iwan von früher).
Als ob Kriegsverbrechen 2022 in Moskau erfunden wurden. Da lache ich mich ja tot, bevor der erste Schuß fällt.
Ja, in der Ukraine sind eine Menge Verbrechen begangen worden. Und mindestens von russischer Seite war das sicherlich auch mindestens mal einkalkuliert und geduldet.

Trotzdem halte ich solche Dämonisierungen tatsächlich nicht nur für dumm und auf dem eigenen Auge blind, sondern in erster Linie mal nicht hilfreich.

Und ja: Die Balten haben sicher berechtigte Sorgen und ja: das beträfe ziemlich schnell auch deutsche Soldaten.
Aber herummarodierende russische Horden über den Gutenbergplatz ziehen sehen ist Käse.

Das alles ändert aber vor allem nichts daran, dass mir diese Rhetorik und Militarisierung nicht gefällt.
Ich halte es auch für möglich, sich wehrhaft zu verteidigen, ohne dass an jeder Ecke das Soldatsein beworben wird, als wäre es ein Fußballspiel. Ist es nämlich nicht.
Von "Veteidigerin gesucht" ist es nicht mehr allzu weit bis "Angreifer gesucht", um es mal platt zu sagen.

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