Rheinmetall wird Sponsor beim BvB (Alles außer Fußball)

Handgottesseinvater, Wednesday, 29.05.2024, 12:11 (vor 27 Tagen) @ Marv24
bearbeitet von Handgottesseinvater, Wednesday, 29.05.2024, 12:27

Wieso also keine Partnerschaft mit einem Wirtschaftsunternehmen eingehen? Gibt es, außer dem moralischen Aspekt, entsprechende Argumente, die ich im ersten Moment gerade übersehe?

geil debattenniveau mal wieder im keller...

a) eine partnerschaft mit einem wirtschaftsunternehmen ist doch gar nicht das problem. so geht sponsoring/werbung – das hat hier niemand angegriffen (wenngleich das auch mal zu bedenken wäre). die frage ist, mit welchem wirtschaftsunternehmen.

b) die entgegensetzung von "moralischem aspekt" und "argument" zeigt, dass du den moralischen aspekt nicht als argument siehst. warum eigentlich nicht?

c) welche "argumente" dagegen sprechen, dass im sport mit "wirtschaftsunternehmen", hier konkret rüstungsunternehmen, kooperiert wird?

aa) rheinmetall steht nicht für werte, ausser den eigenen profit. wenn watzke sein gesicht für "gemeinsamen werte" in die kamera hält, dann bezieht er sich auf ein unternehmen, das saudi-arabien beliefert, wenn nicht sogar angehörigen des königshauses gehört. https://www.welt.de/politik/deutschland/plus249495380/Ruestung-Der-Prinz-aus-Saudi-Arab...
war da was? nö. nur so moralgedöns mit zersägten journalisten und so. da hatten die bayernfans mit katar deutlich mehr eier als das, was ich vom bvb so höre.

bb) sport soll andere lösungen anbieten, als krieg. sport ist eine form der konkurrenz, bei der alle gewinnen können, auch wenn einzelne verlieren, siehe lauternparty nach dem pokalfinale.

krieg ist eine form der konkurrenz, bei der alle verlieren müssen. die gefallenen und verstümmelten soldaten, ihre angehörigen, die menschen, deren Existenzgrundlage plattgebombt wird etc. und zwar auf beiden seiten. wer nicht verliert, sind die aktionäre der rüstungskonzerne. egal, welche seite sie beliefern.

wer das als "moralischen aspekt" und nicht als argument ansieht, muss sich dann wohl im nächsten krieg - oder einem der aktuellen – abknallen oder auf sonstige art für die profite anderer zerfetzen lassen und darf dabei glückselig an "werte", "notwendigkeit zur verteidigung" oder sein "vaterland" denken. (auch 1939 wurde nur zurückgeschossen.) rheinmetall profitiert von solchen gläubigen, die nun wohl auch in den fussballstadien rekrutiert werden sollen. übrigens auch bei der tsv schott, wo im bereich der kinder-fussballschule große banner mit bundeswehrwerbung hängen. ich könnte kotzen.

cc) die – vermeintliche oder tatsächliche – notwendigkeit zur verteidigung ist nichts neues. wir haben u.a. schon 2004 "unsere" freiheit am hindukusch verteidigt. gab es deshalb rüstungsunternehmen als champions partner von fussballvereinen? oder ist es nicht vielmehr so, dass mittlerweile alle hemmungen gefallen sind, die militarisierung der gesellschaft bis in schulen und stadien voranzutreiben? und der BVB dabei in vorauseilendem gehorsam landserhaft-heroisch voranstürmt? sorry, mich erinnert, dass alles an die Jahre vor 1914, als die kleinen jungs matrosenanzüge getragen haben…

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yeahyeayeah

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