Kicker: Attitüden eines Absteigers (Rund um Fußball)

ulis05, Friday, 09.02.2024, 11:37 (vor 24 Tagen) @ Spielwitz

Was heißt denn aufgewacht?
Glaubt hier irgendjemand, dass auch nur einer der Spieler absichtlich unkonzentriert ist oder gerne einen Fehlpass spielt? Die sind gerade so schlecht, weil sie alle Angst vor Fehlern und Fehlpässen haben.
Ich sehe seit mindestens 10 Spielen eine verzweifelt kämpfende Mannschaft, die für ihren Aufwand fast keinen Ertrag bekommt. Aber doch nicht, weil man unkonzentriert ist, sondern weil das Selbstvertrauen fehlt.
Jeder der schon einmal selbst Leistungssport betrieben hat, weiß, dass es Zeiten gibt, wo nichts funktioniert und es eher immer schlimmer wird, obwohl man immer mehr investiert.
Da kommt man nur durch Erfolge raus und dafür bräuchten wir ganz einfach einmal Glück oder einen indisponierten Gegner (den hatten wir genau einmal diese Saison mit Leipzig).
Mit dem Finger auf Spieler zu zeigen, die Fehler gemacht haben, macht es nicht besser, sondern schlimmer. Denn das führt zu dem typischen Fehlervermeidungsverhalten, was in einem "lang und weit" endet, wie wir es gerade Spieltag für Spieltag erleben.

Sehe ich so ähnlich. Ich habe am Mittwoch niemanden gesehen, der nicht gewollt hat. Keinen Spieler und keinen Trainer/ Betreuer etc. Auch keinen Fan.
Ich hatte bis auf wenige Momente (Tennisbälle, Gegentor, Abpfiff) ein geiles Kampfspiel im Stadion. wegen so etwas gehe ich ins Stadion.
Zum Artikel:
Ja, kann man so sehen, man kann vermutlich nicht immer alles auf fehlendes Matchglück, Pech und die Schiedsrichter schieben. Vermutlich fehlt bei uns auch Qualität. Aber ich war mit der Qualität des Teams vor der Saison eigentlich zufrieden und kann daher nachvollziehen, dass andere das auch waren. Ja, wir haben uns nur durch Leute "verstärkt", die von Absteigern kamen, deshalb habe ich aber auch nicht vom Europapokal geträumt, bin aber von einem souveränen Platz 11 ausgegangen. Die Abgänge von Stach und Inge waren für mich nachvollziehbar und der Weg auf die Jugend zu setzen war (und ist) in meinen Augen genau richtig. Mich macht es stolz.
Trotzdem fehlt uns offenbar aber auch etwas Qualität im Team und eventuell auch taktische Mittel. Die Wintertransfers und die Zurückkommer bieten uns aber durchaus ein "Mehr" an Qualität UND taktischen Mitteln. Auch auf der Trainerposition haben wir uns eher verbessert als verschlechtert (auch wenn das hier eine unpopuläre Ansicht sein kann). Wir stehen defensiv besser und in den letzten beiden Spielen schgießen wir zumindest mal aufs Tor. Ja, immer noch oft zu spät und zu unpräzise, aber einer meiner (leider) beliebten Sprüche unter Bo war: "Wer nicht aufs Tor schießt kann auch keine Tore schießen". Ich sehe einen Fortschritt!
Leider haben und hatten wir eine Menge individuelle Aussetzer und auch etwas Pech (Verletzungen, Matchglück, El Gazi, Schiedsrichterentscheidungen).
An den Spielern können wir aktuell nichts ändern. Am Trainer schon, auch wenn ich da nicht unbedingt die Notwendigkeit sehe, vielleicht als Art psychologischen Neuanfang. Ich persönlich halte den Effekt aber für überschaubar und auch nur bei geeigneten Alternativen für sinnvoll. Gut, es ist ja bald Aschermittwoch, wer weiß...
Was bleibt noch? Nicht viel ausser den im Artikel beschriebenen Attitüden. Ich hoffe darauf, dass wir tatsächlich mal Matchglück haben, das die Verletzten den nötigen Push bringen, das der Knoten platzt und das wir "Niemals aufgeben". ich will das Team unterstützen und meinen Teil dazu beitragen, dass deren Selbstvertrauen steigt. Und wenn das alles nicht reicht, dann hoffe ich trotzdem noch auf 15 erlebnisreiche Spiele, in denen wir uns nicht aufgeben.
Sind vermutlich alles Attitüden eines verzweifelten Absteigers. Mir egal!

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Ich geh (n)immer nuff


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