Europas everybody’s darling (Rund um Fußball)

Handgottesseinvater, Wednesday, 14.09.2022, 16:21 (vor 15 Tagen) @ Richard

Wenn eine Gruppe, die sich daneben benimmt, als ethnisch (oder hinsichtlich anderer Merkmale!) homogen auffällt, spielt das natürlich eine Rolle. Ohne Wissen über diese Leute, kann man keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergreifen.


Das ist doch der entscheidende Punkt. Was kann ich tun, um bestimmte Taten zu verhindern.

Hm. Ich nehme Euch mal beim Wort: Die Tätergruppe in Rostock-Lichtenhagen war "homogen" deutsch. Können/konnten wir deshalb "wirksame Gegenmaßnahmen" ergreifen? Oder bestimmte Taten verhindert? Glaube ich kaum. Maßnahmen, die sich am Merkmal deutsch orientiert hätten, hätten uns alle betroffen (sofern wir Deutsche sind) und wären damit wenig zielgerichtet gewesen.

Also, ich bezweifle mal ganz vorsichtig, dass es sinnvoll ist, Tätergruppen nach ethnischen Merkmalen zu identifizieren, bzw die Homogenität genau dort zu verorten.

Die Wissenschaft bietet da bessere Ansätze (z.B. mit dem Merkmal der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit", die Tätergruppen bei bestimmten Arten von Fanrandale ggf besser kennzeichnet), aber leider ist die Kriminalsoziologie ein absolut vernachlässigtes Feld. Nur mal so ne These: Ökonomie und Bildung könnten eine Rolle spielen. Und damit hätten wir gegebenenfalls auch einen Ansatz für wirksame Gegenmaßnahmen. Was aber aufgrund der dünnen empirischen Grundlage erst noch zu beweisen ist.

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yeahyeayeah


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