Übrigens was zu Identifikation, Sprache etc. (2 Einträge) (Rund um Fußball)

Alsodoch @, Berlin / Mainz - Kastel, Dienstag, 05.01.2021, 18:37 (vor 12 Tagen) @ madinman

Echt, is das so? Wurde denen das vor Vertragsunterzeichnung so kommuniziert? Oder waren wir froh, daß wir nen potentiellen „Weltklassestürmer“ für nen relativ schmalen Taler verpflichten konnten, der, wenn er Bälle mundgerecht auf den Kopf, den Fuß, oder zur Not auf den Arsch serviert bekommt, Tore am Fließband produziert? Wir wissen es nicht. Is vielleicht ne Erkenntnis für die Zukunft, miteinander reden können is nich so schlecht, gerade wenns ma nich von selber läuft. Deutsch is mit Sicherheit nich die einfachste Sprache dieser Erde, zum Glück sind wir nich Ferencváros Budapest, da erübrigt sich eine derartige Diskussion.

Es gab Zeiten bei Mainz 05, da wurde auf Deutsch Unterricht viel Wert gelegt.

(Den Rest (Deutsch) will sich der Nachfolger des nach Dubai gewechselten Torjägers Aristide Bancé möglichst schnell aneignen. Mit dem „Deutschunterricht“ hat er bereits am Donnerstagmorgen begonnen. Bei der Teamsitzung, die der Mainzer Coach Thomas Tuchel der Übungseinheit vorangestellt hatte, wollte Rasmussen unbedingt dabei sein. Tuchel hat das mächtig imponiert. „Das zeigt Mortens Charakter“, lobte der Trainer. Der neue Angreifer sei extrem lernwillig und darum bemüht, sich schnellstens in seine neue Mannschaft einzugliedern.) Quelle)

(Pablo De Blasis, 27, nimmt Deutschunterricht mit seinem Mannschaftskollegen Jairo und ihren Freundinnen. Das Interview mit bundesliga.de will der Shooting-Star des 1. FSV Mainz 05 aber lieber mit einem Übersetzer machen. Quelle)

Und die Gegenargumente zur Deusch-Lern-Pflicht:
Nur Populismus oder tatsächlich wichtig?

Sportsoziologe Alkemeyer: "Die Forderung von Hoeneß erscheint mir geradezu grotesk"
Und zum anderen fehlte dem Thema wohl auch die Debattentauglichkeit, weil die Internationalisierung im Profifußball voranschreitet und das Vorgeben einer Sprache nicht nur aus der Zeit gefallen scheint, sondern sich kontraproduktiv für ein Team mit vielen Nationalitäten erweisen könnte.
Diese Meinung jedenfalls vertritt der renommierte Sportsoziologe Thomas Alkemeyer, Professor an der Universität Oldenburg. „Die Forderung von Hoeneß erscheint mir geradezu grotesk“, sagt er. „Gerade der FC Bayern ist ein stark international agierendes Unternehmen, globaler als in der extraterritorialen Welt des Profifußballs auf diesem Niveau geht es kaum. Und in dieser Welt bedarf es keiner Vorschrift, Deutsch zu sprechen.“

„Das ist eine Anbiederung an einen populistischen Diskurs, der stark aufs Nationale setzt, der Integration mit Anpassung gleichsetzt“, sagt der 61-Jährige und fügt noch hinzu: „An so manchem Stammtisch kommt das vielleicht gut an, es geht aber an der Realität des Profifußballs vorbei.“

Die Realität in der Bundesliga sieht jedenfalls so aus, dass die Vereine sehr unterschiedlich mit dem Thema umgehen. Manche Klubs, wie etwa der FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt oder der FC Ingolstadt, verlangen von ihren Spielern verpflichtend, Deutschunterricht zu nehmen.

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SC Rapide Wedding 1893 e. V.
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