Man kann natürlich (Rund um Fußball)

Carlsche, Sonntag, 08.11.2020, 11:58 (vor 18 Tagen) @ dadum


Es ist doch ein bisschen wie immer: 34 Spieltage. Vor dem 30. lohnt es sich meistens nicht sich in die Hose zu machen.
Diese Saison könnte es vielleciht ein bisschen früher ernst werden. Trotzdem wird es zu einer Zeit sein, wo die Tage wieder länger werden und ein Hauch von Frühling unser aller Hirne umweht. :-D


Wenn es so weiter geht, geht es "ein bisschen früher" nur noch darum, weitere Negativ-Rekorde zu vermeiden. Kämpferisch und von der Einstellung her können wir mit vermeintlich gleichwertigen Mannschaften nicht mithalten, gegen die großen Gegner sahen wir fast besser aus, aber dann passieren individuelle Fehler oder irgedwann wird das Argument der höhere individuellen Klasse kommen.

Ich bin fernab davon aufzugeben oder alles zu verdammen.
Dennoch wäre ich optimistischer, wenn auf irgendeiner Ebene erkennbar wäre, dass sich etwas grundsätzlich geändert hätte im Vergleich zum Saisonstart.

So sehe ich eine Gruppe von Spielern, die im Kern so schon seit längerem zusammen ist und keine wesentlichen Änderungen im Kader oder der Startelf trotz überschaubarer Leistungen und einer schlechten Punkteausbeute. Mir geht es auch nicht darum beispielweise Nebel als großen Hoffungsträger hinzustellen. Man könnte ihn aber zum Beispiel auch mal länger bringen, ohne ihn zu verheizen, wenn er entsprechend taktisch eingesetzt wird und es geschickt öffentlich kommuniziert wird. Es gäbe auch genug etablierte Spieler, die man mal aus dem Kader verbannen könnte, einfach um ein Zeichen an diese Spieler und andere zu senden. Hat doch beispielsweise ansatzweise nach dem Mini-Eklat um die Kunde-Auswechslung letzte Saison funktioniert, er kam dann gestärkt wieder. Auch hier müsste das fanze natürlich intern und extern passend und schlau kommuniziert werden.

Ich sehe einen ehemaligen Co-Trainer, der nach außer einer gewissen Stabilsierung (von einem ganz schwachen Niveau ausgehend) nicht viel bewegt hat.

Ich nehme eine - abgesehen von den tiefrgründigeren spielbezogenen Pressekonferenzen - eine weitere phrasenhaften "Wir haben verstanden"-Kommunikation nach außen wahr.
Da würde ich mir mehr Kreativität wünschen. Die Aufstiegs-Rakete wurde erwähnt, es gab mal die Sechser-Liga oder vorm ersten Aufstieg wurde der Aufstieg nach einer Unentschieden-Serie öffentlich ad acta gelegt, eine Neuausrichtung angekündigt, Verträge mit Spielern (Kramny) sollten nicht verlängert werden...

Natürlich ein schmaler Grat zwischen Panik, Aktionismus und zielführenden Aktionen. Aber man sollte doch nicht warten, bis Schlake, Köln und Co anfangen zu punkten. Und die Erfahrung zeigt doch leider, dass jedes Jahr ein Team aus dem Keller sich irgendwann fängt und dort rauskommt. Gerne dürfen wir das dieses Jahr sein, aber bei der Truppe glaube ich wirklich nicht an eine positive Serie.

Fazit: ich befürchte, dass wenn man nur die Ruhe bewahrt und Geduld hat, wir vielleicht unsere üblichen positiven Ausreißer gegen Manschaften wie Hoffenheim haben, aber dass dies noch nicht mal ansatzweise reichen wird.


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