Nachspielzeit mit Rouven Schröder - die Hinterhofsänger (Rund um Fußball)

tomo, Freitag, 09.10.2020, 20:52 (vor 22 Tagen) @ Buddi_Hinterhofsänger

Spannend. Es ist wohl einfach Rouvens Art, etwas mehr zu reden als dann auch zu sagen, aber dennoch finde ich dass da erfrischend viel Substanz dran ist. Ein schöner Blick in den Maschinenraum und die Dynamiken, die in einem Verein in und um das Team herum so herrschen. Hier sieht man imo auch wieder den großen Knackpunkt: den Wandel, in dem unser Verein noch steckt. Grade die Passage mit dem „vom Ausbildungs- zum Weiterbildungsverein“ mit Abdou als Beispiel finde ich da sehr aufschlussreich. Die Spieler sind demotiviert, weil sie nicht unmittelbar den Absprung machen (dürfen), auch wegen Corona. Auch die Herangehensweise finde ich dann schlüssig: erst mal performen, dann sehen wir weiter - da hat Rouven m. M. n. recht.

Offensichtlich muss er aber wirklich an seinem Erwartungsmanagement arbeiten. Für mich schimmert da zwischen den Zeilen immer mal durch, dass die Spieler wohl was anderes erwartet haben als sie nach Mainz kamen: Wechsel, Gehalt, Qualität des Trainers...hier laufen viele lose Enden zusammen. Ich will RS da auch gar nicht unbedingt eine Absicht unterstellen. Es ist nun mal ein Drahtseilakt, inmitten eines solchen Umbruchs ein komplexes soziales Gefüge wie eine Fußballmannschaft zu steuern. Ich sehne mich einfach wahnsinnig nach Ruhe, damit die Mannschaft, das Trainerteam und alle Verantwortlichen einfach mal konzentriert und sachorientiert arbeiten können. Vielleicht würde uns auch noch ein weiterer Verantwortlicher helfen, der Rouven entlastet. So eine Trennung Sportvorstand - Sportdirektor wäre vielleicht gar nicht so schlecht. Wer weiß, vielleicht wächst da ein Jan Siewert ja rein.


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