Kicker: Herrlich bleibt heißer Kandidat (Presselinks)

Schöppsche, Donnerstag, 14.11.2019, 14:10 (vor 28 Tagen) @ Alsodoch

Den Typ hab ich schon länger gefressen. Was das jetzt soll, versteh ich nicht.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand, irgendwen gedrängt hat. Jeder hat doch am Samstag bemerkt, dass da jetzt die Luft raus war. Da war einfach von keiner Seite mehr Überzeugung da was zu ändern. Weder von Sandro, Rouven, der Mannschaft oder den Fans. Irgendwann kommt immer mal der Punkt wo es nicht mehr vor und zurück geht und man sich dem stellen muss, egal wie tragisch es ist und man es sich gewünscht hat, dass es weiter geht. Deshalb empfinde ich es auch als fahrlässig von der Mannschaft sich nicht mal zusammen zu setzen und alles anzusprechen, jetzt kann man alles auf null setzen, gegebenenfalls soll man sich extern jemanden mal dazu holen. Coaching, Supervision, Beratung. Das hilft ungemein. Mir geht das eh extrem gegen den Strich, dass man bei uns viel über ein Identitätsproblem spricht und sich dabei nur rein aufs Sportliche konzentriert. Für mich liegt unser Problem tiefer, als in der aktuell sportlichen Situation.
Es ist in meinen Augen völlig egal, wie lange ein Spieler hier ist,woher er kommt, ob er in der Jugend ist oder jemand auf der Geschäftsstelle arbeitet, man hat sich mit seinem Arbeitgeber /Verein auseinander zu setzen. Wenn es die Leute nicht freiwillig tun, dann hilft kein jammern, sondern man fordert ein Auseinandersetzen ein. Das sollte mit Spaß angegangen werden. Zusammen deutsch und englisch lernen, Referate über Stadt / Verein und Umgebung, gefüllt mit Inhalt. Sich die Sachen anschauen, verstehen. Anlaufstellen schaffen für persönliche Probleme, auch im Profibereich. Mehr Sozialarbeiter in der Jugend. Aufs Sportliche bezogen, kannste das auch mit Ernährung oder Taktiken machen. Nimm die Spieler mit ins Boot, in die Pflicht, lasst sie sich Dinge selbst erarbeiten. Das schafft Anerkennung. Klar am Ende entscheidet der Trainer, aber man muss Eigenverantwortung aufbauen. Das Leitbild was erarbeitet wurde oder wird ist ganz unabdingbar für alle Bereiche. Man muss von Grund auf ein Gewissen schaffen. Man kann meiner Meinung nach nicht mehr nur noch den Fokus auf den Trainingsplatz legen und sagen, die Spieler müssen das für sich machen. Die Gesellschaft hat sich gewandelt, viele tun nichts mehr freiwillig. So zeigen sie sich aktuell auch auf dem Platz. Wir können ein Sprungbrett sein, aber wer sagt, dass man sich in 2 Jahren nicht hier mit allem auseinander setzen kann? Lass die 2 Jahre die geilste Zeit werden und so komplett anders als woanders. Das hilft einem überall. Ich finde wir schweben seit paar Jahren im Luftleerenraum ohne richtig zu wissen, was wir sein wollen. Man sagt es zwar, aber so richtig umsetzen tut man es nicht. Das hat verschiedene Gründe und mir geht's null um Personen. Aber dieses Leitbild und die Einstellung wie man Mainz leben soll, dass muss von ganz oben vorgeben, umgesetzt und überwacht werden. Kloppo konnte das alles aufeinander ohne sowas zu formulieren, aber solche Menschen gibt es nicht oft. Der Verein muss mehr sein als nur Sport.


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