Kandidaten aus der Presse - Herrlich (Rund um Fußball)

MPO @, Fürth, Montag, 11.11.2019, 16:58 (vor 31 Tagen) @ Hirsch05

Was deutsche Sportpresse im Allgemeinen angeht, schaut es wirklich sehr dünn aus. Da gibt es sicherlich ein paar, die gute Kontakte haben und gut vernetzt sind. Die sind dann meistens aber nicht sonderlich fachkundig, was den Fußball selbst angeht.

Generell gilt Sportjournalismus international auch eher als Witzfach, sehr fragwürdig. Da kommt man sehr weit mit bullshitten, Recherche ist da eher trivial, weil das Thema speziell beim Fußball auch extrem trivial ist.

Oder ums mal anders zu haben: Warum sollte ein im Thema Fußball (und zwar auch in Bezug der Lehre) wirklich fachkundiger Mensch den schlecht bezahlten Job eines Zeitungsreporters (über Jahre) machen, wenn er alternativ auch konkreter in dem Beruf arbeiten könnte. Talentscout, Videoassistent, Cotrainer, Trainer - notfalls mach ne eigene Firma auf mit so nem Quark wie Packing. Es ist so extrem viel Geld in der Branche, Verzweiflung und Unwissen groß, so dass du da schnell zu Erfolg kommen kannst.

Aber nochmal anders: Die Journalisten tun mir ja auch leid. Es geht in der Verlagsbranche extrem sparsam zu. Kein Printheft macht sonderlich viel Gewinn - wenn überhaupt. Es geht um Verkaufszahlen, Seriösität steht da hinten an. Dann wird nicht wirklich recherchiert, sondern Foren wie hier oder transfermarkt gescannt, ein bisserl geistig gefiltert, so dass es realistisch bleibt (das ist dann schon Bonus) und fertig ist der Artikel, der spannender und reißerischer ist, als wenn man tiefergehend spekuliert.

Ich fände es zum Beispiel spannend, wenn man Schröder nach einem Profil für den Trainer befragen würde und dadurch ein paar Rahmenpunkte erfährt, wonach gesucht wird (Umkehrschluss: Was vermisst wurde).

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