AZ: Rouven Schröder nach Schwarz-Entlassung (Presselinks)

MPO @, Fürth, Montag, 11.11.2019, 10:09 (vor 28 Tagen) @ Seminator

Ok, Ansichtssache. Das Schröder nicht alles richtig gemacht hat, liegt auf der Hand. Er hat gerade einen Trainer entlassen und seine zusammengestellte Mannschaft + Trainer liegt auf einem Abstiegsplatz.

Zu den Einkäufen: Die Aufgabe ist aus meiner Sicht schwierig. Es gibt massenhaft Spieler auf dem Markt. Daraus eine Mannschaft zu formen, ist schwierig. Und fairerweise ist Schröder ja auch kein abgewichster alter Sportmanagerhund, sondern auch bei uns das erste mal in der Hauptverantwortung.

IMO ist es besonders schwierig, wenn die Idee ist, ein Team mit jungen Spielern zu bauen, teilweise aus anderen Ländern oder Kulturen. Grundsätzlich dann einen Trainer zu nehmen, der aus der Jugendarbeit kommt, macht da Sinn. Die Wahl von Sandro Schwarz ist also gerade unter dem Blickwinkel nachvollziehbar.

Eine Menge Spieler zu einem Team zu formen, ist fairerweise die Aufgabe des Trainers. Der arbeitet mit den Spielern täglich zusammen. Das kann man dem Sportmanager nicht anlasten. Fachlich gesehen passt die Zusammensetzung. Nehmen wir mal die letzten 2,5 Jahre: Diallo geholt, Kapitän der U21. Merkte man auch, war ein Leader auf dem Platz. Pushte sich aber aus dem Vertrag und Gbamin musste bleiben - der ebenfalls aber wie ein Leader daherkam. Der durfte diese Saison dann gehen. Es kamen keine expliziten neuen Leadertypen (Bungert musste dazu noch gehen, Bell spielte keine Rolle mehr), in der Theorie waren aber mit Latza und Brosinski noch welche vorhanden. Das die Aufgabe für die vielleicht zu groß ist bzw. in Verbindung mit Sandro Schwarz es zu wenig wirkte, kann passieren.

Schröders bisherige Kaderzusammenstellung finde ich sehr gelungen. Dieses Jahr hatte er Pech, aber fachlich kann man ihm nichts vorwerfen. Die Entwicklungen waren anders als gedacht (und auch durchaus realistisch hätten sein können). Auch die Notfalllösungen (De Jong, Szalai) sind rein sportlich vielleicht nicht relevant, mannschaftshygienisch scheinen sie aber durchaus zu helfen.

Der Punkt ist: Schröders überwiegende Arbeit war gut. Wenn ich ihn jetzt feuere, weil er mal Pech hatte, dann ist das schlichtweg dämlich. Gerade bei Mainz 05 geht es darum, dass man Fehler machen darf, solange man sie aus einer richtigen Überzeugung raus macht. Schröder wird daraus lernen und gut ists.

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