Kicker: Bayern München trennt sich von Trainer Kovac (Presselinks)

MPO @, Fürth, Montag, 04.11.2019, 11:07 (vor 11 Tagen) @ florifo

Ich glaube, es gibt kaum Mannschaften zu denen Kovac passen könnte. In Frankfurt war das was spezielles, die Chemie war einfach zu gut.

Ja. Nein. Vielleicht. ;-)

Der Punkt ist: Jeder hat gedacht "Wow, was ist der Kovac ein guter Trainer. Wird Pokalsieger mit Frankfurt und schlägt dabei die Bayern". Und dann geht er zu den Bayern, jeder rechnet damit, dass Frankfurt absteigt - und die spielen danach mal locker 2 Klassen besser. Der Kader hatte sich damals nicht viel geändert. Ergo: Kader war vorher schon gut, Trainer... "in Ordnung". Der Erfolg von Hütter, auch und gerade in dieser Saison, entwertet Kovacs vorige Leistung scho a bisserl.

Ich sag ja auch nicht, dass Kovac schlecht wäre. Er ist halt sehr "Standard". Und es ist natürlich einfacher ein Team hinter sich zu bringen, dass nicht erfolgsverwöhnt ist. Während er bei den Bayern ein Team mit nem Haufen Weltmeister, Europameister, CL-Sieger etc. vorfindet, die zuvor mit einem Welttrainer wie Guardiola verwöhnt/verkorkst wurden und auch die Trainer danach (Heynckes, Ancelotti) waren interessant.

Und auch da noch mal die Vergleiche: Wir haben teilweise durchaus hochgehandelte junge Spieler verpflichtet, die zum Teil aus den besseren NLZs Frankreichs kommen. Die kennen es seit Jahren, wie viel durchgestyled der Fußball ist. Und kommen dann in eine Liga, Verein und Trainer, die anders ran gehen. Das muss nicht mal schlechter oder weniger sein, aber wenn die Spieler es gewohnt sind, zuvor bspw. intensive Videoschulungen pro Spieler zu bekommen mit einem Personal Coach dazu und jederzeit psychologische Betreuung und kommen dann zu uns, wo wir zumindest im "privaten" Bereich IMO mehr auf Eigenverantwortung und "Realitätsschulung" vertrauen, dann ist das ein Clash of Cultures.

Wenn da zwischen den Zeilen die Einwirkung von Donati oder De Jong so gelobt werden und Szalai auch verpflichtet wurde, weil er älter, erfahrener und "mündiger" (?) ist, dann krankt es vielleicht daran, dass man die Mannschaft nicht unter Kontrolle hat und jeder für sich wurstelt (und ja, das ist AUCH Trainerproblem und ja AUCH Sportdirektor-Problem). Aber nachdem wir in Mainz keine Presse haben, die auch nur einen Pups investigativ, fachlich oder kritisch unterwegs wäre, bleibt sowas intern. Irgendwie auch ok.

--
Motto: "Promote What You Love, Don't Bash What You Hate"
#Critter


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum