Wortpiratin: Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben (Presselinks)

wortpiratin ⌂ @, Friday, 10. November 2017, 12:33 (vor 9 Tagen)

"Der Eindruck, der nach der Lektüre von Enkes Biografie bleibt ist so schlicht wie bitter: Der Torwart hat sich immer wieder dagegen entschieden, Hilfe offen anzunehmen, weil er sich nicht vorstellen konnte, anschließend seinen Beruf weiter ausführen zu dürfen."

Ich lege euch am heutigen Todestag die Biografie von Ronald Reng ans Herz. Dessen Bücher sind sowieso fast uneingeschränkt empfehlenswert…

Und das Thema ist leider kein Stück mehr präsent im Profizirkus.


http://www.wortpiratin.de/blog/?p=37

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www.wortpiratin.de

Wortpiratin: Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben

MPO ⌂, Franken, Friday, 10. November 2017, 13:03 (vor 9 Tagen) @ wortpiratin

Schön geschrieben.

Ich bin selbst Depressionskranker - aber habe es (meistens) im Griff. Es war bei mir auch nie so schlimm, dass ich konkret an Suizid dachte, das näheste war mal, dass ich mich zumindest mal informierte, was die "schönste" Variante wäre, aber das war mehr Spielerei als wirkliches Planen.

Depressionen sind mies. Erst erkennt man sie nicht, dann bekommt man sie diagnostiziert und nimmt sie nicht ernst, dann erkennt man irgendwann, dass man Hilfe braucht und sich anvertrauen muss - und wenns gut läuft, merkt man irgendwann, dass man selbst viel dagegen tun muss, damit es einen nicht ins Ende führt. Und andere einem eigentlich relativ wenig dabei helfen können - idealerweise machen sie es nur nicht schlimmer. Bei der Phase bin ich mittlerweile und ich würde nicht ausschließen, dass es nicht noch weitere Phasen der "Bewältigung" gibt. Depressionen sind ein ständiger Begleiter. Oft relativ ruhig, manchmal schalten sie sich aber ein und lassen jedes Negative 100fach stärker wirken als jedes Positive und man fragt sich, womit man sowas verdient hat und ob das alles noch Sinn macht.

Ich kann jedem nur empfehlen, der auch nur den Anschein von Depressionen hat: Lasst euch beraten. Geht zum Hausarzt, sprecht mit dem darüber. Ganz offen. Es kann viele Ursachen haben, neben der Winterdepression, die meistens auf Vitamin-D-Mangel einfach beruht, gibt es eben auch andere Varianten. Vieles davon kriegt man irgendwie in den Griff, manches bleibt. Und es hilft, sich seiner Gemütslage klar zu werden, mit (wirklich) guten Freunden oder der Familie darüber zu reden. Wenn man all die (oft lächerlichen) Sorgen für sich behält, mutieren sie zu größerem und schlimmeren. Und spricht man Wahrheiten aus, erscheinen sie manchmal härter, aber oft auch einfach weniger schlimm.

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"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

http://koomisch.blogspot.de/

Wortpiratin: Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben

Alsodoch ⌂ @, Friday, 10. November 2017, 13:36 (vor 9 Tagen) @ MPO

Ich kann dazu wenig sagen, nur, dass im Zusammenhang mit der leidigen Schiri Diskussion durchaus auch das Thema Rafati zur Sprache kam, das Thema also nicht ganz unter den Teppich gekehrt wird.
Vitamin D - ja, dass paßt, da gibt es noch viel (Auf-)klärungsbedarf.

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