MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ (Rund um Fußball)

Stingbo ⌂, MZ, Wednesday, 11. October 2017, 13:28 (vor 11 Tagen)

FAZ über MAINZ 05 :
„Ich bin Diener und nicht der König“
VON DANIEL MEUREN , MAINZ

Die Führungsstruktur von Mainz 05 ist 100 Tage alt. Vereins- und Vorstandschef Johannes Kaluza sieht seine Rolle vornehmlich darin, den Bundesligaklub zu repräsentieren.
Eine ganz wichtige Frage ist bei Mainz 05 mittlerweile geklärt..........

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/sport/100-tage-johannes-kaluza-beim-1-fsv-mainz-0...

:-)

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

Bimbes, Wednesday, 11. October 2017, 15:02 (vor 11 Tagen) @ Stingbo

Das was von Kaluza hier gesagt und im Artikel über ihn geschrieben wird, klingt für mich sehr positiv. Bisher wirkt er sehr vernünftig und demütig auf mich und scheint in seine Rolle als VV und Präsident hineinzufinden.

Wesentlich nachdenklicher macht mich die Rolle von Detlev Höhne als Aufsichtsratsvorsitzender. Bisher kam er auch für mich in den Interviews so rüber, als wolle er ein ordentliches Wörtchen mitreden im Hinblick auf die Gestaltung des Vereins.
Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht. Wieso sollte ein Externer, der nicht von den anderen Mitgliedern des Vorstandes gewünscht ist, die Arbeit besser machen, als zwei Mitarbeiter, die den Verein gut kennen und Vertrauen genießen? Somit wären dann im Vorstand drei Mitglieder, die noch vor 2 Jahren überhaupt nicht im Verein tätig waren. Irgendwie hat das einen negativen Beigeschmack und ich hoffe, dass es in Zukunft nicht auf ein weiteres Kräftemessen/ Kompetenzgerangel zwischen Kaluza und Höhne hinausläuft.:-|

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

MPO ⌂, Franken, Wednesday, 11. October 2017, 15:13 (vor 11 Tagen) @ Bimbes

Das was von Kaluza hier gesagt und im Artikel über ihn geschrieben wird, klingt für mich sehr positiv. Bisher wirkt er sehr vernünftig und demütig auf mich und scheint in seine Rolle als VV und Präsident hineinzufinden.

Ja. Auch, dass er es als seinen Bildungsauftrag ansieht, sich zu informieren und einzuarbeiten und nicht einfach nur den König auf dem Thron gibt.

Wesentlich nachdenklicher macht mich die Rolle von Detlev Höhne als Aufsichtsratsvorsitzender. Bisher kam er auch für mich in den Interviews so rüber, als wolle er ein ordentliches Wörtchen mitreden im Hinblick auf die Gestaltung des Vereins.
Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.

Meine grundsätzliche Herangehensweise an solche Themen ist immer erst mal konstruktiv. Ich hab Vertrauen zu den Leuten und unterstelle erst mal keine bösen Absichten (oder Unfähigkeit).

Aus dieser Warte heraus könnte ich mir vorstellen, dass Höhne versucht, jegliche Art von Vetternwirtschaft und Filz zu unterbinden. Ohne jetzt eben Heydecker und Blümlein damit irgendwas zu unterstellen - ich habe da keine Einblicke. Aber ich sehe es nicht negativ, wenn man eben nicht einfach mit internen Kräften bzw. Leuten die Posten besetzt, die schon lange da sind. Insbesondere, wenn man zumindest semi-offiziell ein Problem mit Filz, Compliance, Vetternwirtschaft und in-die-eigene-Tasche-wirtschaften hatte. Wie gesagt: Ich möchte den beiden nichts unterstellen, ich glaube nicht, dass die damit was am Hut haben.

Ergo: Lieber extern mit jemand neuem besetzen. Natürlich kann man dem dann unterstellen, ein Mann von Höhne zu sein. Möglich. Aber soweit ist es jetzt noch nicht.

--
"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

http://koomisch.blogspot.de/

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

Hechtsheimer, Wednesday, 11. October 2017, 15:16 (vor 11 Tagen) @ MPO

...und außerdem ist ja Höhne nicht alleine, es gibt ne Menge Leute im Aufsichtsrat den ich schon vertraue.

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

Bimbes, Wednesday, 11. October 2017, 15:58 (vor 11 Tagen) @ Hechtsheimer

Stimmt, aber ich bin mir sicher, dass Höhne dort den Ton und die Richtung vorgibt. Aber wie ihr schon geschrieben habt, einfach mal abwarten und das Beste hoffen. ;-)

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

eberennterwiederlos, Wednesday, 11. October 2017, 20:10 (vor 10 Tagen) @ MPO

Aus dieser Warte heraus könnte ich mir vorstellen, dass Höhne versucht, jegliche Art von Vetternwirtschaft und Filz zu unterbinden. Ohne jetzt eben Heydecker und Blümlein damit irgendwas zu unterstellen - ich habe da keine Einblicke. Aber ich sehe es nicht negativ, wenn man eben nicht einfach mit internen Kräften bzw. Leuten die Posten besetzt, die schon lange da sind. Insbesondere, wenn man zumindest semi-offiziell ein Problem mit Filz, Compliance, Vetternwirtschaft und in-die-eigene-Tasche-wirtschaften hatte. Wie gesagt: Ich möchte den beiden nichts unterstellen, ich glaube nicht, dass die damit was am Hut haben.

Ergo: Lieber extern mit jemand neuem besetzen. Natürlich kann man dem dann unterstellen, ein Mann von Höhne zu sein. Möglich. Aber soweit ist es jetzt noch nicht.

Das halte ich für eine gewagte These, gerade Höhne. Siehe auch Milestones Post. Aber vermutlich bist du dafür regional zu weit von Mainz weg.

Ich muss da leider meine Bedenken behalten, bei dieser auch für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidung...

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MPO ⌂, Franken, Wednesday, 11. October 2017, 21:25 (vor 10 Tagen) @ eberennterwiederlos

Das halte ich für eine gewagte These, gerade Höhne. Siehe auch Milestones Post. Aber vermutlich bist du dafür regional zu weit von Mainz weg.

Ich schrieb ja, dass ich eher optimistisch an die Decke herangehe, anstatt Dinge schlechtzureden. ;-)

Ich muss da leider meine Bedenken behalten, bei dieser auch für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidung...

Naja, nachvollziehbar ist sie schon. Du sitzt ja auch nicht im Büro zwischen den ganzen Leuten und hast keinen Einblick ins Geschäft.

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eberennterwiederlos, Thursday, 12. October 2017, 18:18 (vor 9 Tagen) @ MPO

Ich schrieb ja, dass ich eher optimistisch an die Decke herangehe, anstatt Dinge schlechtzureden. ;-)


Ja das hast du und das ehrt dich. Auch wenn man es um bei deiner Wortwahl zu bleiben als schönreden bezeichnen könnte. ;-)

Aber sei es wie es sei, wir werden sehen was dabei herauskommt und welche Erwartung sich eher bestätigen wird...

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

Milestone, Wednesday, 11. October 2017, 17:08 (vor 11 Tagen) @ Bimbes

Das was von Kaluza hier gesagt und im Artikel über ihn geschrieben wird, klingt für mich sehr positiv. Bisher wirkt er sehr vernünftig und demütig auf mich und scheint in seine Rolle als VV und Präsident hineinzufinden.

Naja, ich weiß nicht, was ich an Demut grundsätzlich gut finden soll...wenn damit gemeint ist, dass man sich nicht zu wirklich allem äußern muss...ok.
Aber nach 100 Tagen kann man dann doch schon auch mal inhaltliche Aussagen zum Thema Mainz 05 erwarten, wie z. B. Umgehen mit Pyrotechnik durch die eigenen Ultras, eigene Positionierung zum neuen Vorstand, ökonomische Weiterentwicklung des Vereins, Entwicklung der Zuschauerzahlen usw. Eine rote Hose und Wortspiele über den einzig wahren Adler sind da dann doch ein bisschen wenig.

Wesentlich nachdenklicher macht mich die Rolle von Detlev Höhne als Aufsichtsratsvorsitzender. Bisher kam er auch für mich in den Interviews so rüber, als wolle er ein ordentliches Wörtchen mitreden im Hinblick auf die Gestaltung des Vereins.

Jeder, der in den letzten Jahrzehnten die Mainzer Stadtpolitik verfolgt hat, konnte bei der Wahl zum AR wissen, dass Detlev Höhne ein klassisches Alphamännchen ist, der natürlich auch seine eigenen Interessen verfolgt. Wahrscheinlich hat keiner bei der Wahl zum AR-Vorsitzenden gegen ihn kandidiert, und dass er die Position auch in der Öffentlichkeit ausfüllen wird, war doch klar, hoffen wir, zum Wohl des Vereins.

Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht. Wieso sollte ein Externer, der nicht von den anderen Mitgliedern des Vorstandes gewünscht ist, die Arbeit besser machen, als zwei Mitarbeiter, die den Verein gut kennen und Vertrauen genießen?

Ja, das hat auch mich stark verwundert, da hätte ich gerne mal eine inhaltliche Begründung für, sonst bekommt das irgendwie ein Geschmäckle.

Somit wären dann im Vorstand drei Mitglieder, die noch vor 2 Jahren überhaupt nicht im Verein tätig waren. Irgendwie hat das einen negativen Beigeschmack und ich hoffe, dass es in Zukunft nicht auf ein weiteres Kräftemessen/ Kompetenzgerangel zwischen Kaluza und Höhne hinausläuft.:-|

Die kommende Mitgliederversammlung wird da sicherlich erste Hinweise liefern. Sollte es zu einem Kompetenzgerangel kommen, hat Kaluza aus meiner Sicht gegen Höhne perspektivisch keine Chance, dazu ist das ehemalig führende Mitglied der Handkäsmafia viel zu clever und auch viel zu gut vernetzt, nochmal werden die Ultras nicht bestimmen, wer Präsident von 05 wird. :-|

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Nope, Wednesday, 11. October 2017, 21:34 (vor 10 Tagen) @ Milestone

Aber nach 100 Tagen kann man dann doch schon auch mal inhaltliche Aussagen zum Thema Mainz 05 erwarten, wie z. B. Umgehen mit Pyrotechnik durch die eigenen Ultras, eigene Positionierung zum neuen Vorstand, ökonomische Weiterentwicklung des Vereins, Entwicklung der Zuschauerzahlen usw. Eine rote Hose und Wortspiele über den einzig wahren Adler sind da dann doch ein bisschen wenig.


Ja. Das habe ich auch gedacht.

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Weizen05 @, Wednesday, 11. October 2017, 22:40 (vor 10 Tagen) @ Bimbes

Das was von Kaluza hier gesagt und im Artikel über ihn geschrieben wird, klingt für mich sehr positiv. Bisher wirkt er sehr vernünftig und demütig auf mich und scheint in seine Rolle als VV und Präsident hineinzufinden.

Wesentlich nachdenklicher macht mich die Rolle von Detlev Höhne als Aufsichtsratsvorsitzender. Bisher kam er auch für mich in den Interviews so rüber, als wolle er ein ordentliches Wörtchen mitreden im Hinblick auf die Gestaltung des Vereins.
Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.

Mir schon. Ich find's auch gut. Und verdammt richtig.

Wieso sollte ein Externer, der nicht von den anderen Mitgliedern des Vorstandes gewünscht ist, die Arbeit besser machen, als zwei Mitarbeiter, die den Verein gut kennen und Vertrauen genießen?

Och, da würden mir schon ein paar Gründe einfallen. So schwer ist das nicht. Es ist auch schon diskutuiert worden, warum ein Dreiervorstand besser ist als ein Vierervorstand.

Somit wären dann im Vorstand drei Mitglieder, die noch vor 2 Jahren überhaupt nicht im Verein tätig waren.

Geschieht dem Verein recht. Haha.

Irgendwie hat das einen negativen Beigeschmack und ich hoffe, dass es in Zukunft nicht auf ein weiteres Kräftemessen/ Kompetenzgerangel zwischen Kaluza und Höhne hinausläuft.:-|

Das liegt in der Natur der Sache. Dafür ist ein Aufsichtsrat da. Das Einzige, was noch schlechter ist als ein starker Aufsichtsrat, ist ein schwacher Aufsichtsrat.

--
Wir alle, wir kotzen, wir kotzen im Strahl!

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Milestone, Wednesday, 11. October 2017, 22:53 (vor 10 Tagen) @ Weizen05

Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.


Mir schon. Ich find's auch gut. Und verdammt richtig.

Gut...und warum?
Übrigens: die Frage ist ernstgemeint...

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

strombergbernd, Wednesday, 11. October 2017, 23:02 (vor 10 Tagen) @ Weizen05

Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.


Mir schon. Ich find's auch gut. Und verdammt richtig.

Was ich mich frage ist, was macht ein Vorstandsmitglied für Finanzen, PR, Personal, was nicht auch die Geschäftsführer für diese Aufgaben machen? Oder um mal an den Main zu schauen: Was machen der Vorstand Sport Fredi Bobic und der Sportdirektor Bruno Hübner bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG? Was macht der eine, was der andere nicht macht?

--
"Das Wurstbrot ist eine Kulturkonstante!" (Jochen Malmsheimer)

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

dadum, Thursday, 12. October 2017, 10:00 (vor 10 Tagen) @ strombergbernd

Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.


Mir schon. Ich find's auch gut. Und verdammt richtig.


Was ich mich frage ist, was macht ein Vorstandsmitglied für Finanzen, PR, Personal, was nicht auch die Geschäftsführer für diese Aufgaben machen? Oder um mal an den Main zu schauen: Was machen der Vorstand Sport Fredi Bobic und der Sportdirektor Bruno Hübner bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG? Was macht der eine, was der andere nicht macht?

Der Hübner z.B. hat einen anderen Friseur.

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

Weizen05 @, Friday, 13. October 2017, 09:15 (vor 9 Tagen) @ strombergbernd

Vor allem die Entscheidung des AR sich gegen den Vorschlag von Kaluza und Schröder zu stellen die langjährigen Geschäftsführer Dag Heydecker und Christopher Blümlein in den Vorstand zu berufen, erschließt sich mir überhaupt nicht.


Mir schon. Ich find's auch gut. Und verdammt richtig.


Was ich mich frage ist, was macht ein Vorstandsmitglied für Finanzen, PR, Personal, was nicht auch die Geschäftsführer für diese Aufgaben machen? Oder um mal an den Main zu schauen: Was machen der Vorstand Sport Fredi Bobic und der Sportdirektor Bruno Hübner bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG? Was macht der eine, was der andere nicht macht?

Das wäre eine Frage, die man sich akut stellen müsste, wenn man einfach die zwei Geschäftsführer "hochzieht".
Eines der Argumente für die Reform war ja, die an und für sich absurde Situation zu beenden, dass einem achtköpfigen Vorstand eine vierköpfige Geschäftsführer-Riege unterstellt war. Man ist richtigerweise auf die Idee gekommen, dass der Vorstand zu groß und die Zahl der Geschäftsführer angemessen ist, und nicht etwa umgekehrt. Mainz 05 ist auch kein multinationaler Konzern, wo man für jeden Kontinent einen eigenen Vorstand bräuchte. Ich sehe von da her eigentlich gar keinen Grund, Argumente zu liefern, dass ein Dreier-Vorstand besser ist als ein Vierer-Vorstand. Auch gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen der Personen ist dafür kein Argument, eher im Gegenteil. Wenn man so gut miteinander auskommt, sollte man das in jeder organisatorischen Konstellation können.

Es gibt ja auch kein Kommunikationsverbot zwischen Geschäftsführer- und Vorstandsebene. Man muss nicht im selben Gremium hocken, um miteinander zu reden und einander zuzuhören. Man kann z.B. auch problemlos nach Bedarf informelle Sitzungen des Vorstands mit der Leitungsebene darunter abhalten, wenn der Bedarf besteht. Genau so etwas klappt aber umso besser, je stärker man der Versuchung widersteht, eine Ebene (oder beide) unnötig personell aufzublähen. Das ist für mich der entscheidende Punkt: Bei jedem zusätzlichen Posten sollte die Frage sein: Brauchen wir den wirklich oder ist es bloß Gefälligkeitsdenken? Dass der Aufsichtsrat (und sei es nur in Person des AR-Chefs) dazwischen haut, wenn der Vorstand schon wieder anfängt, zusätzliche Mitglieder einfach kooptieren zu wollen, ist schon eher ein Zeichen, dass wesentliche Mechanismen funktionieren und mit der Reform tatsächlich etwas Neues angefangen hat. Das finde ich tendenziell schon eher gut, Höhne hin oder her. :-)

Noch grundsätzlicher halte ich das Thema ein bißchen für überbewertet hinsichtlich eines angeblich vorhandenen internen Konfliktpotenzials. Ich denke, sowohl Kaluza/Schröder mit dem Vierer-Vorstand als auch Höhne/Aufsichtsrat mit der extern besetzten Dreierlösung auf der anderen kann man unterstellen, mit ihrer Position mittelfristig dieselben Ziele zu verfolgen und lediglich in der Frage der geeigneten Mittel verschiedener Ansicht zu sein: Einerseits wollen sie so viel wie nötig zu verändern, damit die neuen Organe gut und vor allem gut miteinander arbeiten können, und andererseits so wenig wie möglich, damit nicht auch noch Knirschen in Getriebe kommt, die momentan eigentlich ziemlich reibungslos laufen. So wirkt das zumindest auf mich. Und dann ist die Entscheidung, der Versuchung zu widerstehen, den einfachen Weg (die interne Zweierlösung) zu gehen und das langfristig vielleicht "Richtigere" zu tun und dabei ein paar ungute Präzedenzen (Vorstand kooptiert und AR nickt ab) zu vermeiden, auch kein Drama mehr. Ich muss ja Kaluza und Schröder nicht für blöd halten, weil sie sich so positioniert haben - aber die Argumente, die mir zur Gegenposition einfallen, sind einfach überzeugender, gerade, wenn man mal versucht, etwas langfristiger zu denken. Ich wiederhole mich, weil's stimmt: Schlimmer als ein starker Aufsichtsrat ist ein schwacher Aufsichtsrat. Das ist ein Gedanke, an den man sich nicht früh genug gewöhnen kann. Wer das Negativbeispiel braucht: Siehe K-Town.

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eberennterwiederlos, Friday, 13. October 2017, 17:44 (vor 9 Tagen) @ Weizen05

Danke dir für deinen ausführlichen Post, der imho zudem noch sehr gut und nachvollziehbar durchaus einige Argumente für die jetzt angestrebte Lösung darlegt.

Auch wenn für mich in den Führungsgremien Vorstand und Aufsichtsrat ein wenig zu wenig Fußballkompetenz oder nein, besser gesagt Erfahrung dabei sind: man kann man es durchaus so sehen wie du. Und dann sieht die Sache schon wieder anders aus...

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MPO ⌂, Franken, Friday, 13. October 2017, 17:56 (vor 8 Tagen) @ eberennterwiederlos

Auch wenn für mich in den Führungsgremien Vorstand und Aufsichtsrat ein wenig zu wenig Fußballkompetenz oder nein, besser gesagt Erfahrung dabei sind: man kann man es durchaus so sehen wie du. Und dann sieht die Sache schon wieder anders aus...

Im Grunde ist das immer Ansichtssache. Der HSV (oder auch der FCK) verpflichtet meistens nur Leute mit Profi-Erfahrung, gerne aus dem "eigenen Stall". Und kommt damit nicht von der Stelle (eher im Gegenteil). Andererseits hast du auch die Bayern, wo das widerum ganz gut klappt.

So Sachen wie (Profi-)Erfahrung, teilweise auch Ausbildung sind IMO überbewertet (d.h. nicht das wichtigste Kriterium, aber auch nicht unwichtig). Wichtig ist die eigentliche Qualität, die Hingabe, die Integrität. Auch hier sicherheitshalber: Nichts davon will ich so verstanden wissen, dass ich diese Werte Heydecker oder Blümlein abspreche.

Und mal anders: Für mich als Fußballfan und 05-Fan sind 2 Sachen wichtig bei der (nicht-sportlichen) Vereinsführung:

1.) Ich möchte keine Unruhe im Verein. Kein Präsident, VV oder AR, der nach einer Niederlage die Presse (oder die BILD) bedient. Keine Straftaten, auch kein Gemauschel. Das ist aus meiner Sicht komplett gegeben, das war auch in der Vergangenheit im Großen und Ganzen so. Die Strutz-Sachen sind nicht gut, aber verhältnismässig Kinderkram. Trotzdem in Ordnung, dass man auf den Positionen was geändert hat.

2.) Ich wünsche mir, dass der Verein sich klar gegen die BILD und ähnliche Auswüchse positioniert. Nicht bei JEDER Gelegenheit, aber dann, wenn es offensichtlich erscheint, dass man sich instrumentalisieren lassen möchte (siehe Refugee-Kampagne). Das sich der Verein deutlich PRO für den Fan einsetzt. Dort dürfte definitiv noch mehr kommen, aber die Anfänge sind gemacht (NiNo-Abschied bspw.).

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eberennterwiederlos, Friday, 13. October 2017, 19:33 (vor 8 Tagen) @ MPO

Was du schreibst ist auch komplett alles nachvollziebar argumentiert für mich und wie du schon schrubst: im Endeffekt ist es größtenteils Ansichtssache, wohl wahr.

Bei zu viel Stallgeruch gebe ich dir durchaus recht, dass das nicht immer ein Vorteil sein muss. Bremen könnte man z.B. noch dazu nehmen die das auch so praktizieren. Von da kam ja Schröder, der als Kaderplaner dort wenn man sich die Platzierungen ansieht keinen guten Job gemacht hatte. Die Frage ist halt was er dort zu sagen hatte? Wird man bei uns sehen, hier hat er im sportlichen Bereich ja das große Sagen.

Aber nicht nur bei Bayern, um das auch zumindest zu vervollständigen, hat das einbinden (und ich sprach nicht nur von Leuten mit Vereinshistorie sondern allgemein Fußballerfahrung) gut, sonder auch z.B. in Mönchengladbach, wo man seit neben Eberl auch Meyer und Bonhof am Start sind zumindest mal wieder aus dem Keller raus gekommen ist, teilweise mehr als das.

Aber da gibt es, wie immer, auch genügend Gegenbeispiele, keine Frage. Wobei ich ganz allgemein eine Branchenkenntnis nicht für ganz so unwichtig halte. Das ist mir bei uns bisschen dünn besetzt, auch wenn es natürlich auch an der Qualität der handelnden Personen liegt. Davon weiterführend ist um Ziele zu erreichen auch eine gewisse Vernetzung und auch ein Standing nicht ganz unwesentlich, was man sich sonst erst mal in mühevoller Kleinarbeit erarbeiten muss. In jedem Job. Wofür dann auch wieder Zeit drauf geht, die man anders nützen könnte. Z.B. auch für von dir angesprochene Aktionen um sich hier oder da wahrnehmbar zu positionieren.

Aber langer Rede gar kein Sinn: ich finde das auch wie du Ansichtssache und eine wirklich gute, ausführliche Diskussion bei der beide Sichtweisen irgendwie verstehen kann...

MAINZ 05 : „Ich bin Diener und nicht der König“ aus FAZ

dadum, Friday, 13. October 2017, 19:44 (vor 8 Tagen) @ MPO

Im Großen und Ganzen widerspreche ich Dir da nicht.
Aber ob die Bayerndas Beispiel sind, wo das ganz gut klappt, weiß ich nicht.

So viele Personen sind nach diesem Modell ja dort auch nicht erfolgreich.
Hoeness halt. Der Rest lebt doch vom guten Ruf (Beckenbauer früher) oder ist einfach nur in einer Art Sicherheitsverwahrung, weil er in jeder anderen Position - im Verein oder außerhalb oder sonstwo - einfach nur gefährlich wäre (Rummenigge).

Weder Nerlinger oder Sammer, noch Salihamidzic haben doch irgendwas nachgewiesen, was man mitbekommen hat. Und im AR sitzen da nur fußballfremde Leute, außer Hoeness...

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MPO ⌂, Franken, Friday, 13. October 2017, 19:58 (vor 8 Tagen) @ dadum

Jaha, die Bayern... immer das Paradebeispiel für "bindet doch Leute ausm Verein ein". Aber für mich liegt das vor allem an Hoeneß. Der ist ein sehr wirtschaftlich denkender Geist, der sich auch gegen Widerstände durchsetzt. Rummenigge hat auch seine Stärken, aber andere. Und ja, danach gibt es keinen, der den großen Durchbruch geschafft hat.

Ergo: Ich würde sagen, die Fälle, wo "Stallgeruch" keine Qualität hervorbrachte, dürften klar in der Mehrheit sein. Zumindest im Management, bei Trainern schaut das (noch) anders aus. Eberl war IMO jetzt ja auch kein typischer Gladbacher. Allofs bei Bremen funktionierte lange gut, aktuell ist das schwer zu bewerten, ob und wie Baumann dort so wirkt.

Also d'accord.

Grundsätzlich gut finde ich, wenn man Ex-Spieler im Verein einsetzt. Nur nicht unbedingt in Führungspositionen. Fanbetreuung, Jugend, Scouting etc. ist IMO alles ok. Aber warum ein hervorragender Fußballer jetzt nen guten Finanzfachmann geben muss, erschließt sich mir nicht.

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- John Hartson, walisischer Fußballer

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Loth, Friday, 13. October 2017, 20:43 (vor 8 Tagen) @ dadum

oder ist einfach nur in einer Art Sicherheitsverwahrung, weil er in jeder anderen Position - im Verein oder außerhalb oder sonstwo - einfach nur gefährlich wäre (Rummenigge).

*ROTFL* Sehr geil, danke!

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