Unsere Ultras machen das Geschäft des Gegners (Rund um Fußball)

MPO ⌂, Franken, Tuesday, 17. April 2018, 15:20 (vor 90 Tagen) @ Lofwyr

Woher rührt diese Anspruchshaltung gegenüber den Ultras?

Bei mir rührt das am ehesten aus den Anfängen. Bruchweg, Q-Block, zartes Ultragruppierungchen mit vielleicht 10 Mann, die man alle noch kannte, mit denen man problemlos reden konnte, die auch immer versuchten, alle mitzunehmen (ich erinnere an Ludwigs getötete Stimmbänder, dann Megaphone, später die Soundanlage etc.). Wo der Support auch defintiv oft sehr spielbezogen war, insbesondere bei Rückstand versucht wurde, alle einzubeziehen mit den Anfeuerungen.

Das ist halt "damals". Das kommt vermutlich nicht mehr wieder. Q-Block war ganz am Anfang noch nicht so "cool", sondern vor allem erst mal "nur" Stehplatz, später dann war es die hipstrige In-Kneipe, wo man sich hinstellen muss, um ein tollerer Fan zu werden (ohne etwas beizutragen). Und auch bei den Ultras sind IMO viele rein, die eher eine eigene Agenda haben und diese verfolgen - und die nicht unbedingt was mit 05 oder dem Geschehen auf dem Platz zu tun hat. Letzteres ist natürlich nur meine Sicht von außen, aber ich bin mir relativ sicher, dass das nicht total abstrus ist. Leider ein "normaler" Vorgang.

Ich stelle da auch keinen Anspruch. Ich äußere einen (an sich nicht so unmachbaren) Wunsch, mehr nicht. Oder ein konstruktiver Vorschlag. Generell hat sich in allen Stadien die Atmosphäre (die in erster Linie schon von Ultras dominiert wird) derart verändert, dass es weniger um das Spielgeschehen denn um Eigendarstellung geht. Vermutlich auch einfach eine Reaktion darauf, dass es dem Fußball auch immer weniger um Fans geht, sondern ums Geld (und die Fans haben nur indirekt damit zu tun).

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"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

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