Latten+: Das Ende der Mainzer Underdog-Mentalität (Rund um Fußball)

MPO ⌂, Franken, Thursday, 11. January 2018, 11:56 (vor 11 Tagen) @ Troll

Was ich bei dem de Jong Transfer nicht so ganz verstehe. Eigentlich haben wir ja 3 eher aggressive, zweikampforientierte Sechser mit Gbamin, Latza und Serdar, NdJ hätte ich jetzt auch in diesen Spielertypus einsortiert.

Jaein. Agressiv sind die 3 genannten durchaus. Latza und Serdar zieht es aber sehr nach vorne und sind keine 6er, die vor der Abwehr aufräumen. Das kann Gbamin, der aber auch nach vorne ziehen kann (und da auch gut ist).
De Jong ist recht klar einer, der vor der Abwehr bleibt. Frei hat das tendenziell auch eher gemacht, aber war eher - ähnlich wie Geis - ein tiefer Spielgestalter und keiner, der abräumt.

Löst daher vom Profil nicht wirklich unser Hauptproblem des Ballbesitzes.

Indirekt.

Die Idee ist, dass du Abwehrreihe und defensives Mittelfeld verstärkst. Du kannst vorne mal mehr riskieren, weil du besser abgesichert bist. Das sieht man sogar auf hohem Niveau bei den Bayern: die ganze Zeit lassen sie Martinez den IV geben, dabei stabilisiert er die ganze Mannschaft enorm, wenn er vor der Abwehr spielen darf und bringt dadurch effektiv mehr, als wenn da mit Thiago, Vidal u.ä. Leute spielen, die eigentlich eher 8er sind. Zudem gewinnt Martinez die Bälle auch mal etwas höher und ohne taktisches Foul, bleibt also im Fluss des Spiels und betreibt mehr Dynamik.

Also auf den Punkt: Mehr Stabilität = mehr Sicherheit = mehr Freiheit/Risiko auch mal in der Offensive.

Kann funktionieren. Die Idee dahinter ist auf jeden Fall stimmig.

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"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

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