Dumm, dümmer, am dümmsten... (Presselinks)

Weizen05 @, Monday, 13. November 2017, 13:46 (vor 7 Tagen) @ ulis05

Das sehe ich anders. Ich meine mich noch gut erinnern zu können, dass das Konzept vor Rangnick schon stand (zumindest in großen Teilen). Ich kann nicht mehr sagen wer Trainer war vor Rangnick aber ich bin mir sicher, dass Hopp bewusst auf junge (deutsche - ich glaube sogar aus der Region) Talente gesetzt hat. Insbesondere der Jugendfußball sollte unter ihm gefördert werden.

Ja, und dann ist ihm nach drei, vier Jahren Drittklassigkeit langweilig geworden und er wollte unbedingt aufsteigen, deshalb wurde Hansi Flick gegangen, obwohl der, glaube ich, meistens im oberen Tabellendrittel gelandet ist. Nach Flick gab es in derselben Saison noch zwei bis drei Trainer, und dann kam Rangnick, der alle Wünsche (Hopps und auch seine eigenen) zu erfüllen versprach. Peters kam auch erst mit Rangnick, vor allem aber kam eben mit Rangnick Hopps Geld wieder verstärkt ins Spiel.

Den großen Hyp gab es dann mit Rangnick und den Aufstiegen. Mit dabei war aber schon damals der Hockeytrainer Peters. Es war also nicht nur Rangnick. Schon vor ihm wurde konzeptionell gearbeitet. Aber sicher hast Du recht, dass Hoffenheim stark von Ranngnick und dessen Bekanntheit profitiert hat.

Sicher. Dass der kam, hat aber alles weniger mit Hopps Spaß oder Interesse an innovativen Methoden zu tun, sondern einfach daran, dass er aufsteigen wollte und Rangnick ihm ein Konzept vorgelegt hat, wie das zu bewerkstelligen ist, einschließlich des Gelds und der Leute, die er dazu braucht - er hat das Versprechen ja auch eingelöst, das muss man ihm lassen. Flick wollte solche Versprechungen anscheinend nicht abgeben und an der usrprünglichen "idealistischen Philosophie" festhalten. Deshalb sage ich: Hopp hat seinen Geldsack hingehalten, die Richtung vorgegeben hat er aber nur in der Form von "nach oben". Inhaltlich hat er in dem Moment vieles aufgegeben, was vorher halbwegs sympathisch war, was übrigens dann auch irgendwann die "ambitionierte Jugendarbeit mit Talenten aus der Region" einschloss. Das war dann alles erst mal nicht mehr so wichtig. Ich will davon abgesehen aber auch gar nicht sagen, dass unter Flick die TSG ein total knorker Verein war und dann unter Rangnick ekligstes Plastik - es ist aber so, dass der Verein mit dem Wechsel völlig neu erfunden wurde, man also sagen kann, dass es zwei Hoffenheims gab, ein Flick-Hoffenheim und ein Rangnick-Hoffenheim, und beide nicht so viel miteinander zu tun haben. Dieser Bruch in der Vereinschronik kam eben nicht aus einer Notsituation heraus oder weil da ein überragendes Fußball-Manager-Genie (ein solches war Hopp nämlich nie) eine bahnbrechende Idee hatte, sondern schlicht und einfach, weil ein Milliardär Langeweile hatte und dann doch den Aufstieg lieber mit Geld erzwingen wollte. Da gibt es einfach nix zu beschönigen und man nimmt da auch an Rangnicks Leistung nichts weg, wenn man das zugibt. Verglichen damit wird bei dem anderen Plastikverein relativ stetig und mit konstanter langfristiger Strategie gearbeitet, was bei Hoffenheim so nicht der Fall war. Das wiederum macht ihn jetzt aber auch nicht sympathischer...

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"Wir haben keinen Aufsichtsrat oder so etwas, das ist ein Riesenvorteil." - C.H., ca. 2006 A.D.

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