Mainz siegt gegen die Kleinen und verliert gegen die Großen (Rund um Fußball)

MPO ⌂, Franken, Monday, 21. November 2016, 09:20 (vor 519 Tagen) @ Udo

nun, als es anders lief, wurde (nicht nur, aber auch hier) bemängelt, dass man wichtige Punkte liegen lässt gegen direkte Kontrahenten im Abstiegskampf. Schließlich könne man auf Punkte gegen die Großen nicht wirklich immer hoffen.

Auf Punkte gegen Kleine allerdings auch nicht. Wobei wir diese Saison auf der Waagschale etwas mehr in Klasse investiert haben. Die 27 Millionen, die wir ausgegeben haben, wurden ja nicht in unbekannte Talente investiert. Wer "mal eben" einen Öztunali und Ramalho noch verpflichtet, "weil ers kann", hat da ganz gewiss einen gewissen Plan.

Ich vermeide ja auch zu sagen, dass das, was wir momentan machen, schlecht ist. Es ist eine Idee, die halbwegs funktioniert.

Aber mal den Umkehrschluss. Köln, Hertha, Frankfurt, Hoffenheim - und ja auch Leipzig haben individuell keine besseren Teams. Die sind alle unsere Kragenweite. Frankfurt ein kleines Stück ausgenommen arbeiten die alle aber taktisch wesentlich intensiver. Hertha, Hoffenheim und Köln haben tatsächlich Ballbesitzvariationen im Programm, können auf Gegner unterschiedlich reagieren mit 3er oder 4er-Kette, ein oder zwei Stürmern. Leipzig spielt einen exzellenten Gegenpressing-Fußball, wie wir ihn eigentlich früher als Identität ausgemacht haben.
Frankfurt hat eine sehr sattelfeste Defensive und ist sehr schwer zu bespielen - IMO spielen die leicht über Niveau, aber sie machen das mit einer sehr guten Konstanz.

Taktisch fallen wir grade ein bisserl hinten runter. Und das empfinde ich als gefährlich, weil sich auf individuelle Klasse zu verlassen ein Weg ist, der mehr Gefahren als Chancen beinhaltet. Siehe HSV. Wolfsburg.

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"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

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