Q-Block-Stellungnahme zu Testspielen China vs. U20 (Rund um Fußball)

MPO ⌂, Franken, Monday, 17. July 2017, 13:52 (vor 3 Tagen) @ Captain Spaulding

Ganz grundsätzlich: Finde den Artikel gut und richtig. Punkt. Es folgt auch kein "aber" in dem Sinne, nur Gedanken dazu.

1. Sagen wir, wie es ist: Es geht im (Profi-)Fußball ausschließlich um Geld. Es ist kein "Klassenkampf" in irgendeiner Form, kein Volkssport. Es ist ein Aktienmarkt in "anders". Es hat eine hohe Popularität erreicht und weil man nicht genau weiß, wie sich das zusammensetzt, gibt es auch nur sehr zarte Regeländerungen und wenig "krasse" Spielweisen. Alle folgen dieser Folklore und nehmen ihre Rollen ein.

2. Demzufolge: Wie auch immer gearteter Protest wird leider nichts bringen. Außer eben dann, wenn man sich abwendet und den Fußball ignoriert (oder zumindest das eigene Interesse weg von TV und Profifußball verschiebt hin zu Amateurfußball). Man muss die dort treffen, wo es ihnen wehtut: Beim Geld. Sinkende Zuschauerzahlen am TV wie Stadion entziehen die Grundlage. Ist ein langer Prozeß, aber IMO geht es kaum anders.

3. Die Entscheidung von 05. Hätten wir uns da jetzt gewehrt, dann gäb es einen Medienshitstorm. Dann sind die 05er plötzlich Ausländerfeindlich oder gegen Jugendarbeit oder wahlweise gegen die Amateurvereine, für die 15.000 Euro viel Geld ist. Es geht nicht darum, wie es in der Realität ist, sondern nur das, was über die Medien nach außen kommt. Und da ist es immer schöner, Skandale und Lärm zu produzieren anstatt kritisch zu berichten. Und das die Medien eine Freude an sowas haben, sieht man ja am überproduzierten Getränkekastenskandal um Strutz (ja, ist verharmlosend ausgedrückt, aber es war letztlich nicht SOO dramatisch).

4. Zu 2. noch: Nein, es hilft nicht, wenn man über die Stränge schlägt und dann nur der eigene Verein (oder einzelne Fans) dann zahlen müssen. DFB/DFL/UEFA/FIFA sitzen da wirklich am längeren Hebel.

Wie gesagt: Nicht mißverstehen. Die Q-Block-Stellungnahme finde ich gut und richtig. Auch Protest ist richtig und wichtig (solange es sachlich bleibt). Ich fürchte nur, dass das nichts bringen wird. Wir haben keine Medien in der Tasche und man fügt sich lieber den Monopolisten, anstatt Mißstände und Probleme aufzudecken. Das ist letztlich im Fußball wie in der Politik etc.

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"Ich habe in meiner Karriere gestohlen, getrunken, Drogen genommen und ein Schaf entführt. Sorry für alles."
- John Hartson, walisischer Fußballer

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